3 Fragen an: Royal Republic

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Einer geht noch? Klar. Nach erster Freude und Album der Woche gibt es nun: das Interview mit  Royal Republic! Genauer gesagt mit Drummer Per Andreasson und Bassist Jonas Almén und das natürlich stilecht im Nightliner auf St. Pauli. Es ging um Hamburg, Porno und das neue Album “Club Majesty“. Über das schrieben wir einst: “Es ist schön zu wissen, dass es eine Band gibt, die um Vielfalt bemüht ist und diese auch in höchster Qualität liefert.” Am 14. Dezember präsentieren wir euch Royal Republic in der Sporthalle.

[1] Ihr bestreitet diese Promo-Tour in einem Nightliner. Wenn man als Rockstar in einem Nightliner reist, ist das Thema Porno da noch immer aktuell?
Per: 
Wir haben ihn gerade ausgeschaltet. Jenna Jameson (alle fangen an zu lachen)!
Jonas: Top five tits.
Per: Tit compilation. Cumpilation. Nein, Pornos sind hier eher weniger ein Thema. Ich denke, dass die Pornos an den freien Tagen im Hotel geschaut werden.
Jonas: Es ist schon eigenartig, denn jeder kommt immer total glücklich von einem freien Tag zurück. Ungefähr so: “Wie war dein freier Tag?” “Er war sehr gut!”
Per: “Ich hatte gutes Internet.”
Jonas: Oder es gibt nur beschissenes Wi-Fi und dann sind wir eine echt schlecht gelaunte Band.

[2] Wenn ihr über die Fans aus Hamburg nachdenkt. Was ist wirklich besonders an ihnen?
Per: Ich weiß gar nicht, ob es da etwas an dem Hamburger Publikum gibt, was sie von den anderen unterscheidet. Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, das deutsche Publikum ist immer super. München ist vielleicht etwas speziell.
Oh, wieso?
Per: 
Weil sie unten im Süden leben. Ich leben im Süden Schwedens und das sind spezielle Menschen.
Jonas: Deshalb bin ich etwas weiter Richtung Norden gezogen. Zu viele spezielle Leute.
Per: Nein, aber ich spiele wirklich gerne die Große Freiheit 36. Wir waren dort schon einige Male, ich mag den Balkon. Und das letzte Mal war es wirklich eine besondere Show. Ich weiß aber nicht, ob es nun am Hamburger Publikum lag oder welche Rolle der Balkon da spielte. Dieses Mal spielen wir nicht dort. Wir sind da rausgewachsen.
Jonas: Wir sind zu groß, aah (stöhnt traurig auf)!
Per: Ich würde noch immer fünf Nächte die Große Freiheit spielen.
Jonas: Das wäre einfach. Und es würde bedeuten, wir würden in einem Hotel schlafen, anstatt im Nightliner. Mehr Pornos (alle lachen laut auf)!
Noch immer Jonas: Was die Große Freiheit sehr besonders macht: Zum vorigen Album „Weekend-Man“ schrieb uns ein Fan wie dankbar er für die Musik ist und all das. Und einer seiner Lieblingssongs war „American Dream“. Und er hat sich den Song so sehr gewünscht, dass wir ihn zum ersten Mal live gespielt haben. Ich würde sogar sagen, es war …
Beide: Das einzige Mal …
Per: Dass wir diesen Song live gespielt haben.

[3] „Bulldog“, „Anna Leigh“, „Stop Movin“, „Can’t Stop The Disco“. Das sind wirklich wilde Nummern zum Tanzen! Also „Club Majesty“ … eine Art Konzept?
Per und Jonas: 
Ja!
Per erzählt weiter: Als wir mit dem Schreibprozess begonnen hatten, da wussten wir, wir wollen mehr tanzbare Sachen machen. Als es darum ging, was auf „Weekend-Man“ richtig gut war, kamen wir auf „Dance“, „Kung Fu“ und „Baby“. Davon wollten wir also mehr machen. So fing es dann an. Und nach einer Weile wurde es immer tanzbarer. Damals, als wir noch nach einem Namen für die Band gesucht hatten, hatten wir drei Vorschläge. Der erste war „Royal Republic“, der zweite war „King Average“, der Name lässt mich noch immer zusammenzucken und „Majesty“. Aber „Club Majesty“ klang damals viel zu poppig. Und wir wollten ganz verzweifelt eine Rock ‘N’ Roll-Band sein. Heute bin ich mir gar nicht so sicher, ob wir überhaupt noch Rock ‘N’ Roll sind. Aber wir rocken.
Jonas: Wir rocken! Man kann uns nur nicht in eine Schublade stecken.

Interview: René Biernath
Das vollständige Interview gibt es auf gaesteliste.de

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