Circa Waves: Wie ist es da drüben?

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Direkt nachdem die Liverpool-Rocker von Circa Waves mit ihrem zweiten Album tourten, ging es ohne Verschnaufpause weiter mit der Arbeit an der dritten Platte. Aber: Diese lief nicht so reibungslos wie gedacht, denn der Kuss der Muse blieb ihnen zunächst verwehrt. Weshalb sich Sänger Kierran an diversen Tagebucheinträgen von der vergangenen Amerika-Tour für neues Song-Material inspirieren ließ.

Er erzählte dem DIYMagazine: „Es war wie eine Schatztruhe voller Lieder, die von jemand anderen geschrieben wurden.“ Mit diesen Texten und reichlich L.A.-Sonne im Gepäck ging es ins nicht-so-sonnige West Hampstead Studio vom Foals-Produzenten Alan Moulder, wo man, hallo, Ironie!, das Album im Winter aufnahm, ganz widersprüchlich den Feel-Good-Sommer Klängen auf dem Album. Aber es klappte!

Im April erschien “What’s It Like Over There?”, auf dem Circa Waves erstmals auch Interesse für neue Genres (höre: “Me, Myself & Hollywood“) und uns somit auch neue Facetten ihrer musikalischen Bandbreite zeigen.  Kieran Shudall: „Es ist ein sehr ambitioniertes Album, ich denke das wir uns einfach nicht mehr vor dem Pop Element gescheut haben … es ist wahrscheinlich unser am meisten nach Pop klingende Album bisher.“

Dabei wuchs die Neugier der Briten aus eingespielten Rollen zu schlüpfen enorm. So tauschten sie während des Albums ihre Instrumente miteinander. Bassist Sam Rourke lernte sogar Klavier, damit er neue Klänge zusteuern kann. Auch wenn sich die Sun Kissed American-Klänge in dem Album sehr bemerkbar machen, vereinen Circa Waves ihre Indierock.Wurzeln mit dem neugewonnenen Faible für Pop-Hymnen sehr ansehnlich miteinander. Im Oktober kommen die Jungs aus Liverpool nach Deutschland und spielen am 28. Oktober im Molotow. (ea)

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