Der Typ? Die Typen? Übertrieben fleißig, übertrieben kreativ. Übertrieben klasse! An vorderster Fron Karl Brauch. Der hat mit Love A und Matches bereits zwei wunderbare und tolle Bands am Start. Und trotzdem noch mit The Dead Sound angefangen. Anfangs alleine, inzwischen ist auch Dominik Mercier dabei. Ebenfalls einer von Love A und ebenfalls einer von Matches. Als dritter im Bunde macht noch der ehemalige Freiburg-Musiker Lars Borrmann mit. Allstars also. Mal wieder. Wieder gut. Sehr gut!

The Dead Sound klingen dabei allerdings, natürlich und zum Glück weder wie Love A noch wie Matches oder Freiburg. Sie klingen:  berauschend. Einfach berauschend. Mitreißend, hochspannend. Post-Punk trifft Wave, Indie, Synth-Pop und 80er Jahre. Und alles zusammen wird stoisch gespielt, auf den Punkt, treibend und bei aller Kälte und musikalischer Arroganz mitten ins Herz. Eingespielt und geschrieben wurde das Album übrigens einzig und allein von Karl Brauch, seine beiden Buddies kamen später und sind live dabei.

Doch ob live oder auf Platte: Stillsitzen ist nicht, Songs wie “Do You Fear” und “Not Your Heart”, die das Album bombastisch eröffnen, oder auch “Into The Dark” und “No Tomorrow”, beide bereits vorab veröffentlicht, haben allesamt das Zeug zu neuen Lieblingsliedern, gehören allesamt in den Club und spät in der Nacht auf die Festival-Bühne. Weil es Hits sind, gottverdammte Hits, grob für Fans von synthetischen Editors oder A Place To Bury Strangers und junggebliebenen Kraftwerk-Freunden. Und die anderen Lieder? Auch. Alle. Album der Woche. Von und mit: The Dead Sound. (mf)

Share.

Comments are closed.