Das dieses britische Trio nicht nur abliefert, sondern jeden Live Moment zu einem ganz besonderen macht, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Alleine ihr Auftritt beim Reeperbahn Festival 2018 war ex­or­bi­tant. Und das kommt nicht von ungefähr: „Man kann Wochen damit verbringen, einen Song im Studio aufzunehmen, aber man muss auch fähig dazu sein, ihn zu performen. Eine tolle Liveband zu sehen, fühlt sich echter an, als ein brillantes Album“, so Amber Run Sänger Joe Keogh.

Ihr erster Vorbote “Affection” lässt mit seinem epochalen Sound schon eindrucksvoll erahnen, wo die Reise mit ihrem kommenden Album „Philophobia” hingehen wird. Hier geben Liebe und Angst sich die Klinke in die Hand und setzen den gewohnten Maßstab direkt mal dort, wo die emotionalen Extreme aufeinander treffen. Philophobie im cineastisch-elektronischen Indie-Rock Gewand, unterlegt mit düsteren, selbstreflektierenden Klängen und Texten – wenn aus Bedenken Angst wird und Zuneigung nicht nur als Seelenschmeichler funktioniert. „Ich hoffe, dass sich die Leute da draußen der Band näher fühlen, nachdem sie den Song gehört haben. Die Zeiten, in denen wir so wütend waren, dass wir Leute weggestoßen haben, sind vorbei. Wir wollen ihre Aufmerksamkeit erwecken und sie nah an uns ranlassen, in der Hoffnung, dass wir eine gemeinsame Erfahrung schaffen können.“

In ihrer neuesten Singleauskopplung „Neon Circus“, die um einiges kraftvoller und rockiger um die Ecke kommt, üben sie hingegen Kritik an der Smartphone-Abhängigkeit der Gesellschaft, die ja irgendwie auch einhergeht mit den unendlichen Optionen und der Angst sich irgendwo im Nirgendwo festlegen zu müssen. Ein Song, der dazu aufruft mehr mit sich selbst in Kontakt zu sein und den Blick für das Geschehen um sich herum nicht zu verlieren. Wir sind mehr als neugierig, wie viel nahbarer die neuen Songs tatsächlich sein werden und was wir neues über die gute alte Liebe noch lernen können. Eine erste Antwort darauf gibt es am 1. August im Zirkuszelt am Nobistor. Da präsentieren wir euch Amber Run beim Sommer in Altona. (tki)

Share.

Comments are closed.