Du magst Volbeat nicht? Findest sie albern? Langweilig? Doof? Digga, DU bist doof. Es gibt auf YouTube ein Video von ihrer 2017er Show aus dem Telia Parken in Kopenhagen. Fast zweeinhalb Stunden euphorischster Rock N Roll, Hit auf Hymne und wieder zurück, Gäste wie Barney Greenway von Napaln Death, Danko Jones, Mille von Kreator und obendrauf der Prinz aus Dänemark himself, Lars Ullrich von Metallica. Was für ein Erlebnis, was für ein Fest. Und das Gegenteil von doof. Digga!

Sicher, wenn Volbeat am 11. und 12. November in der Barclaycard Arena spielen, wird es nicht halb so hochkarätig besetzt. Aber dank der neuen Songs gibt es eine noch bessere Setlist. Und wer weiß, was Mille, Lars und Co. im November so auf der Uhr haben …

Heute erscheint “Rewind, Replay, Rebound”, das bereits siebte Studio-Album von Volbeat in amtlichen 14 Jahren. Guter Schnitt! Passender Weise  enthält es ebenso viele Songs, klingt komplett nach Volbeat, ist einzig allein Volbeat, aber doch ein bisschen anders.  Denn während Songs wie das schnelle, stampfende, rockabillyige “Pelvis On Fire”, das eingängige, ach, was, das hymnische und dabei trocken rocknrolligere “Sorry Sack of Bones” oder das typisch opulente “Maybe I Believe” nur außerordentlich gefallen, ohne zu überraschen, schlackern an anderen Stellen durchaus mal die Ohrläppchen.

Bei “Die To Live” zum Beispiel zocken sie in feinster Jerry Lee Lewis-Manier am Klavier und verstärken sich obendrauf mit Clutch-Sänger Neil Fallon. Killer-Paket. Ebenso: “Cheapside Sloggers” wurde mit einem gewissen Gary Holt  eingespielt, Gitarrist von Bands namens Slayer und Exodus. Volbeat-Sänger Michael Poulsen: “Ich wollte etwas machen, das nicht typisch für uns ist. Warum also nicht Gary Holt einbringen? Er ist ein großartiger Gitarrist und das Solo klingt großartig.”

Sicher, über manch poprockigeren Moment oder einen Song wie “Last Day Under The Sun” kann man diskutieren, nicht dagegen über den Saxphon- und Klavier-Einsatz von Doug Corocran und Raynir Jacob Jacildo, beide Teile der Band von JD McPherson, nicht über das schnelle “Parasite” oder die 80er Huldigung “Cloud 9”. Alles: Hits. Alles Songs, die man gerne live erleben möchte und alles:  Volbeat,  Poulsen: “Egal wie alt die Band wird oder wie viele Platten wir machen, es wird immer diesen typischen Sound geben.” Und der ist vieles. Nur nicht doof. (mf)

“Rewind, Replay, Rebound” gibt es natürlich bei den komplett undoofen Helden finestvollbeatvinyl.de

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