Album der Woche: Unprocessed

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Natürlich kann man sich die ganz großen Bands aus aller Welt anhören. Die progressiven, die kreativen, die fetten Namen aus Metal, Core und Prog. Bands wie Periphery oder Northlane zum Beispiel. Sollte man auch tun, weil die schon ganz schön geil sind. Aber man kann, man muss? Man sollte sich auch die anderen geben. Und ganz besonders: Unprocessed. Aus Wiesbaden, aus Hessen, seit Anfang 2014 am Start und derzeit auf Long Branch Records beheimatet.

Heute erscheint ihr drittes Album und dieses “Artificial Void” ist schlicht und ergreifend überragend. Überragend spannend, überragend aufregend, derbe, einfach diese berühmte Wucht, ein wunderbares Album der Woche. Und das aus tiefster Überzeugung. Weil hier tatsächlich alles seine Berechtigung hat, weil hier nichts einfach nur auf der Platte ist, sondern weil es muss.

Metalcore, Djent und Progressive, dazu ein wenig Jazz, Synthetisches und Post-Hardcore, viele heftige Frickeleien und noch mehr Gänsehaut-Atmosphären, Spannung bis zum Anschlag, große Klasse in jedem Moment. Zwölf Songs, zwölfs Songs, die man kennen muss. Denn Unprocessed schrubben diese zwölf Songs nicht einfach runter, sondern machen aus jedem einzelnen einen besonderen Song. Denn sicher, der eine gefällt besser als der andere, mancher ist deiner, mancher ist meiner, die meisten sind unsere. Fast alle. Alle mit Köpfchen, mit ein bisschen Mut, mit ganz viel Geschmack, weder übertrieben verkopft noch zu wenig verspielt.

Wir werden jetzt einen Teufel tun und hier die Songs sezieren, nicht mal näher beschreiben werden wir sie. Wäre so schade wie gemein, oh nein, dieses Album muss man entdecken, die Songs, die Ideen, das große Ganze. Eben diese “Ach-Krass”-Momente. Die vielen, vielen “Ach-Krass”-Momente. Und daher: hier laufen zwar “Abandoned” und  “Fear”  und “Artificial Void” – aber ob man die sich losgelöst und einfach mal so antun sollte? Jeder wie er mag … (mf)

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