Am vergangenen Freitag erschien das herrliche neue Mädness-Album, das schon mit seinem Titel zeigt, worum es hier geht. Oder eben nicht. “OG”, Ice-T-Gedächtnis-Titel also und dann das genaue Gegenteil davon. Der Mann ist kein Gangster, der Mann ist ein Künstler. “War nie ein Ganove, aber bin und bleib ein OG. Sowas wie ‘n Profi“, singt er im Titeltrack. Ebenso: “Ich leb’ das Leben eines OG’s. Nur ohne Koksziehen und ohne Mahagoni .Ich bin draußen für den Käse, den ich brauch’ für Maccaroni.” Große Lyrik.

Ebenso in “Mässisch“, ebenso sympathisch, clever, direkt und gut: “Weg von dem Hate, ich bin mit mir im Reinen. Lass’ sie über Geld rappen, ich versuche glücklich zu sein. Komme von Rap in den Achzigern über Jams in den Neunzigern. Hin zu dem Juice-Cover, als alle dachten, da läuft nix mehr. Erst abgeschrieben, dann totgesagt, ich bin auferstanden. Tausend Brüche hinter mir, doch ich hab’ nie geklaut von andren.” Hat er nicht nötig, er macht das selbst, er macht das besser als die meisten. Und obendrauf: Klingt das auch noch stark, ist starker Rap, lässig, aber nicht lahm, groovt wie Hölle, macht komplett Sinn und Spaß.

Die Beats stammen unter anderem von Suff Daddy und Nico K.I.Z., als Gast ist ein gewisser Marteria am Start. Gemeinsam kreierte “Kein Ort“, der Song wurde frisch verfilmt. Hit. Live: Terrace Hill |18. Februar | concert-news.de präsentiert. (mf)

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