April 2019.  Abramowicz veröffentlichen ihr neues Album “The Modern Times”. Und wir schreiben ziemlich euphorisch: “Es ist tatsächlich noch mal besser als erwartet.” Wir küren es zum Album der Woche und nennen es “einfach mal große Kunst, ist größere Kunst. Und am Ende sogar ein kleines Kunststück. Abramowicz haben in wenigen Jahren nämlich etwas geschafft, was manche erst viel später, viele gar nicht schaffen. Sie haben sich befreit, sie machen ihr Ding, sie sind keine Band aus dieser Schublade oder jener mehr. Denn sicher, Rock N Roll ist das, Punkrock, auch Popmusik, Bands wie The Gaslight Anthem oder die Beatsteaks und natürlich auch ein Bruce Springsteen schimmern hier und da als Inspiration durch. Doch am Ende sind es einzig und alleine: Abramowicz!”

Am 9. November präsentieren wir euch die Künstler im Knust. Bevor wir die Tage noch ein paar Tickets verlosen, haben wir Sänger und Gitarrist Sören Warkentin genau drei Fragen gestellt.

[1] Abramowicz im Knust, große Show, großes Fest. Was soll an diesem Abend unbedingt passieren und was soll bitte auf gar keinen Fall passieren?
Niki, der bei uns Bass spielt, hat mir von einem Traum erzählt: Die Bude ist voll und das Konzert geht richtig gut los. In einem Song, bei dem der Bass erst zum Ende einsteigt, stellt er sein Instrument zur Seite, um das Publikum zu animieren. Als er sich wieder umdreht, ist der Bass verschwunden und er kann ihn eine gefühlte Ewigkeit nicht finden. Wir sind uns alle ziemlich sicher, dass das nicht passieren wird und konnten ihn beruhigen. Was wir uns wünschen ist sicherlich, dass alle Leute eine gute, ausgelassene Zeit haben und wir das Konzert genau so genießen können, wie das Publikum. Und was das angeht sind wir sehr zuversichtlich.

[2] Okay, große Show, aber auch großer Druck oder nur große Freude?
Druck ist mir ein zu starkes Wort, aber wir haben uns schon ein paar Specials überlegt, von denen wir hoffen, dass sie gut funktionieren. Für uns ist es die größte eigene Show, die wir bis dato spielen dürfen, also haben wir ein paar Lieder neu arrangiert. Wir werden an dem Abend unter anderem von ein paar Bläsern begleitet und spielen Songs, die wir noch nie live gespielt haben. Das alles ist natürlich aufregend, aber diese Aufregung ist definitiv freudiger Natur!

[3] Euer Album kam im April. Ist die Freude noch so groß wie damals über “The Modern Times” oder ist sie eigentlich schon viel größer auf das nächste Album, die nächsten Songs?
Ich glaube, ich würde das von einander trennen. Wir sind sehr stolz darauf, diese Platte gemacht zu haben und mit dem Ergebnis super happy. Gleichwohl sind einige Songs schon zwei, drei Jahre alt und wir schreiben eigentlich permanent an neuem Material. Wenn man sich mit kreativer Arbeit auseinandersetzt ist es glaube ich ganz normal, dass man rückblickend ein paar Dinge anders gemacht hätte. Das hat aber nichts damit zu tun, dass es uns einfach mit Freude erfüllt, diese Songs live zu spielen. Und Im Prinzip ist das Konzerte spielen sowieso der Grund, warum wir Musik machen. Von daher freuen wir uns einfach auf jedes Konzert und auf die Show im Knust vielleicht noch ein kleines bisschen mehr.

Interview: Mathias Frank

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