Simple Minds: Mind(s)hunter

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Endlich. Keine Unplugged-Langeweile, keine spezielle Spielstätte, sondern die Simple Minds in der Sporthalle Hamburg am 16. März 2020. Ein Ort, den Jim Kerr und Co. schon aus rein ästhetischer Natur bestens besetzen. Dokumentiert auf der aktuellen abendfüllenden Simple Minds-Werkschau „Live In The City of Angels“. Oder besser gesagt mithilfe einer Setlist, die nur wenige Stationen auslässt. Darunter zwar leider auch das zugegeben geschmacklich diskutable „Belfast Child“. Dafür aber mit „Someone Somewhere In Summertime“, „All The Things She Said, „New Gold Dream“, „Once Upon A Time“, „Sanctify Yourself“. Inklusive dem mutigen und gerade noch die Kurve bekommenden Prince-Tribut „The Cross“ (das ehrlicherweise ja seinen „Bitte niemals covern“-Status nicht ganz zu Unrecht trägt) sowie dem natürlich unvermeidlichen und doch noch immer sackstarken „Don’t You (Forget About Me)“.

Das alles kommt als Bündel von vierzig (!) Liedern Simple Minds-Geschichte. Inmitten derer die Frage nach dem woher noch vergleichsweise leicht zu beantworten ist. Im Gegensatz zu der nach dem „Wie bekommen diese Simple Minds das 2019 noch einmal so verdammt wahnsinnig gut hin?“. Zu klingen als sei noch einmal 1980 mit „Empires And Dance“ oder das Folgejahr mit „Sons And Fascination“. Platten also, die viele Jahre zwischendurch schon als Billigheimer verscherbelt wurden auf den Grabbeltischen dieser Welt. Und die sich tanzend, alive and kicking für ein paar Stunden auf „Live In The City of Angels“ aus ihrer golden schimmernden Patina befreien. Mit „Book Of Brilliant Things“ wäre dieser Konzertabend nur unzureichend überschrieben. (kel)

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