Halloween ist Geschichte. Die Nacht zum Schaudern und Erschrecken ist vorüber, da schauen wir zurück auf den Oktober. Ob es in den Clubs wohl auch schaurig zuging oder war es schrecklich schön? Wir verraten es hier:

*** Dog Eat Dog | Waltari (01.10., Kaiserkeller) Bevor 25 Jahre “All Boro Kings” gefeiert wurden, zockten sich Waltari durch Death Metal Symphonie bis 90er Techno, mit Growls, Raps und Popmusik, mit Fraktus-Outfit und Flying V – oder einfach: von Großraumdisco bis Kaiserkeller. Großartig. Wie auch das meiste der Dog Eat Dog-Show. Das ganze Album, nur Hits, alles wie früher, einfach Good Times. Danach noch “Rocky” und Co. und hätte es die Cover-Runde am Ende nicht gegeben, wäre auch das Ende … rund gewesen. (mf) *** The Slow Show (20.10., Uebel & Gefährlich) Wunderwunderwunderwunderschön. Mehr Worte braucht es nicht. (eh)

Blanco White

*** Rufus du Sol (21.10., Docks) Neulich noch im Nochtspeicher, Stippvisite im Ue&G, 2019 also im Docks. Die Australier erobern die größeren Clubs mit ihren melodischen Elektrosounds und das ausverkaufte Docks spricht Bände. Die Bühne durch Poste erhöht – guter Schachzug! Die alten Hits bringen die Menschen auch in der letzten Reihe zum Tanzen – aber wehe, das wird nächstes Mal die Sporthalle. (eh) *** Blanco White (28.10., Nochtspeicher) Was für eine sympathische Band! Die Freude war augenscheinlich riesig, sowohl auf als auch vor der Bühne und die akustisch improvisierte Zugabe wirkte ausnahmweise mal echt ungeplant. Noch dazu war es war einer der wenigen Momente, wo man dem Sänger tatsächlich abkauft, wenn er sagt, er liebe das deutsche Publikum und Hamburg sowieso. Wir dich auch, Blanco! (eh)

*** Bouncing Souls | The Dirty Nil | Death  By Stereo (29.10., Markthalle) 30 Jahre Punkrock aus New Jersey. Die ersten Gratulanten waren Death By Stereo – und die erlebten ein Déjà-vu. Wie jüngst im Logo war es nicht voll und die Stimmung schleppend, doch wie jüngst im Logo schafften sie es, dass sie am Ende jeder abfeierte. Und das nicht nur, weil drei von ihnen mitten im Set an die Bar gingen und sich während des Songs spielend ihre Kurze orderten. The Dirty Nil hatten es mit ihrem hippen Indiepunk und Mando Diaoischer Lässigkeit danach natürlich schwer, doch auch sie erspielten sich durch Spielfreude und natürlich dank einfach toller Songs kontinuierlich mehr Applaus. Die Bouncing Souls danach hatten recht leichtes Spiel, ließen sich von Soundproblemen nicht aus der Ruhe bringen und zockten sich in einer Stunde durch 30 Jahre Punkrock. Nur warum sie nach “True Believers” noch zwei Songs spielten, wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben … (mf)

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