Nighthawks: Nachtbarn

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Auf den Titel „Next To The Roxy“ hört das jüngste Live-Werk der Nighthawks-Geschichte und man möchte als Hamburger glauben, es sei irgendwo weit vor den Toren der Stadt entstanden. Vielleicht gar in einem fernen Land neben, über oder unter unserer Zeit. Aber: Nö. Aufgenommen wurde „Next To The Roxy“  in der Fabrik. In der Barnerstraße. Somit schon irgendwie aus der Zeit gefallen aber dennoch viel näher dran als eben noch vermutet. Warum aber diese vage angedeuteten Metaebenen?

Weil Nighthawks-Platten nun einmal so funktionieren, dass sich Handlungs- und Zeitstränge ziemlich flächig ausbreiten, dabei jedoch nicht immer auf einer gemeinsamen Tiefebene Platz finden. NuElectroJazzFusionVintageProgFunkRock beschreibt das und alles könnte in diesem sinnentleerten Wortmonster gesagt sein. So leicht isses dann ja aber doch nicht. Wer nämlich ein bisschen genauer hinhört (oder auch hinschaut) entdeckt Hinweise oder Referenzen auf kleine Meilensteinchen aus der Bandgeschichte und tatsächlich bewegt sich, Flächen hin, Flächen her, der eine oder andere instrumentale Protagonist mit erstaunlicher Geschwindigkeit voran. Nur dass man es im besten Falle erst gar nicht so richtig wahrhaben (oder wahrnehmen) möchte. Und genau das macht den Sound der Nighthawks schon etwas länger zu einem ziemlich besonderen und hochprozentig flüssigen Erlebnis. 23. November | Fabrik (kel)

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