Skid Row: 30 & Live

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Wir könnten hier über Megatonnen Haarspray sprechen. Oder darüber, dass sich ein One-Take-Video-Style in „Bittersweet Symphony“-Manier allerbestens angeboten hätte zur düsteren Geschichte von „18 And Life“. So viel kreativen Verve hatte man vor genau dreißig Jahren vielleicht nicht im Hause Skid Row. Stattdessen mit Sebastian Bach einen der eindrucksvolleren Frontmänner neben Jon Bon Jovi oder auch Lou Gramm, Joey Tempest, Joe Elliott und wie sie alle hießen.

Auf der Bühne eröffneten die amerikanischen Jugendlichen unter anderem für  Mötley Crüe und White Lion oder auch mal Aerosmith. Auf ausgewählten Festivals trugen die Bühnenschwestern und Brüder mitunter noch viel gewaltigere Namen. Und heute? Ist Vorsänger Bach leider Gottes schon längst den selbigen runter. Darüber hinaus gehören Skid Row zu jener Sorte Bands, auf deren „Ehemalige Mitglieder“-Listen man am liebsten nicht schauen möchte im Rahmen der Fragestellung wie viel Schokolade denn noch in der Nutella stecken könnte. Doch der Reiz, dieses 1989er-Album „Skid Row“ tatsächlich noch einmal live zu erleben, mit „Here I Am“, „Big Guns“, „Sweet Little Sister“ und so weiter, der könnte den einen oder anderen Nerd vom „Stranger Things“-Sofaabend weglocken. Oder aus Rotenburg/Wümme. 5. Mai 2020 | Markthalle (kel)

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