Wir wissen nicht genau, was kommt, wie es klingt, überhaupt. Aber wir freuen uns. Tatsächlich sehr. Denn was man schon hören kann, das gefällt. Ebenfalls: tatsächlich sehr. “Island Of Doom” war der erste vorab veröffentlichte Song des kommenden Agnes Obel-Albums “Myopia”, das am 21. Februar über Deutsche Grammophon erscheint. Kurz danach schob sie “Broken Sleep” nach. Und wir? Lauschen. Oft. Dem Song und ihr.

Ich schrieb diesen Song zu einer Zeit, als ich Mühe hatte einzuschlafen. Auf der Suche nach einem Heilmittel begann ich, über Schlafforschung und die Kulturgeschichte des Schlafs zu lesen. Das führte mich zu der uralten Vorstellung, dass Schlaf und Tod verwandt sind und Schlafprobleme mit der Angst vor dem Tod zu tun haben. Spuren dieser Vorstellung sind noch heute in unserer Sprache zu finden, in der Art, wie wir Tod und Schlaf beschreiben.

“Myopia” also. Was es noch kann, siehe oben, erfahren wir in einem guten Monat. Die Promotion-Welle aber rollt bereits, es heißt: Agnes Obel experimentierte bei der Aufnahme mit Bearbeitungen und Verzerrungen, mit den Tonhöhen von Gesang, Streichern, Klavier, Celesta und Luthéal-Klavier. Dabei fand sie Wege, diese Elemente miteinander zu verschmelzen, sie zur Einheit werden zu lassen und sie so einzusetzen, dass man sich wohlfühlt bei dem Klang, den sie auf „Myopia” hervorbringt.

Spannend. Vorfreude. Und bald live. 2. März. Laeiszhalle. Tickets tatsächlich hier. (mf)

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