Erinnert sich jemand an den 5. Dezember des Jahres 2000? Die “Rolling Stone Roadshow” gastiert in der nur fast locker gefüllten Großen Freiheit 36. Headliner: Keith Caputo. Dessen gerade veröffentlichtes Post-LOA-Über-Album seinerzeit: “Died Laughing”. Zwanzig Jahre ist das also her. Kurz vor der Caputo-Show haderten übrigens ein paar junge Briten mit der Ignoranz des Publikums und der plötzlichen Handverletzung ihres Drummers. “Wir sollten doch gleich die gesamte Tour absagen” moserte ein, durch die unangenehme Auftrittszeit von 19.15 Uhr ohnehin bereits spürbar gepisster, Chris Martin. So war das mit Coldplay und ihrem etwas holprigen Start in Deutschland zu jener Zeit. Aber hey, da war zum Glück ja noch Caputo.

Denn wer an jene Zeit zurückdenkt (und Coldplays „Yellow“ einfach mal ausklammert) wurde von Mina „Keith“ Caputo mit einem Album beschenkt, das es in zwölf Liedern fertig bekam, eine Quote von 100% Songwriter-Welthits für diesen denkwürdigen Abend zu liefern. Selbst wenn sich der Albumauftakt „Honeycomb“ noch vergleichsweise sperrig gibt. Spätestens zu „Selfish“ fielen schon damals alle Hemmungen und verbrannten sich Fingerspitzen am Kerzenwachs. Oder Daumen am Feuerzeug. Dann „New York City“, dieser verdammte Bastard einer Hymne, die Sache mit „Cobain (Was Murdered By You)“, das tief aus dem Inneren leuchtende „Home“ und schlussendlich der auch wirklich notwendige Schluck „Brandy Duval“ zum runterkommen.

Am 12. Dezember feiern Mina Caputo & The Sad Eyed Ladies die ersten 20 Jahre „Died Laughing“ im Knust (concert-news präsentiert). Ohne Coldplay. Zum Glück. (kel)

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