Selbstbewusst, überzeugt, zufrieden: „Ich sage immer, es ist wie bei Blur. Das hier ist ‘Parklife’. Beim ersten Album haben sie noch das Genre-mäßige gemacht; das zweite war ein Aufbegehren dagegen, aber sie wussten noch nicht so richtig, was sie taten, und dann machten sie ‘Parklife’, also die perfekte Verdichtung von allem.“ Das sagte Yard Act-Sänger James Smith über ihre neue Platte “You’re Gonna Need A Little Music”, die heute erscheint.
Es sind elf neue Lieder und bei aller Andersartigkeit zocken auch hier Yard Act und nur Yard Act. Denn die haben sich längst selbst erfunden und Einzigartigkeit erlangt. Selbst wenn ein Song wie “New Beginnings” durchaus Beck-Momente besitzt. Passende, um genau zu sein. Selbst wenn diese Platte erstmals live im Studio aufgenommen wurde. Selbst wenn die Band hier und mal was Anderes probiert. Und selbst wenn “Tall Tales” etwas von … Blur hat.
Tatsächlich ist “You’re Gonna …” nicht mehr so schräg wie das Debüt, ist sicher häufiger deutlich leichter zu hören. Aber selbst dann ist es kein Easy Listening, sondern in jedem Moment spannend bis faszinierend, niemals nicht interessant und niemals normal. Weder das bereits vorab releaste “Redeemer” noch der sprech-soulige Titeltrack, weder das druckvollere, dezent punkige “Cherophobe” … noch irgendein anderer Song. Alle gut. Sehr.
Sehr gut: Am 7. Oktober präsentieren wir euch Yard Act im Uebel & Gefährlich. Wir freuten uns schon hier.
