Wir sind schon Fans. Und das sieht man ja auch immer wieder bei uns. Jetzt haben wie wieder einmal bei Shirley Holmes nachgefragt. Denn die spielen schon bald gleich zwei sehr, sehr spannende Shows in Hamburg. Am 27. September zocken sie vor Team Dresch im Betty (wir freuten uns schon hier), am 23. Oktober dann sind sie neben KMPFSPRT und Rong Kong Koma Teil des Rookiefests im Knust. Beides: sensationell.
Was passiert vor und mit Team Dresch in Hamburg und was bedeutet euch persönlich die Band, die ja von vielen sehr, sehr bewundert bis geliebt wird?
Team Dresch waren Mitte der 90er Jahre zusammen mit Bands wie Sleater-Kinney oder Bikini Kill eine der wirklich coolen, wichtigen und prägenden Bands für Menschen, die sich für rohe, trashige und gleichzeitig hymnische Gitarrenmusik mit klarer Haltung interessiert und einen bestimmten Musikgeschmack als Distinktionsmerkmal empfunden haben.
Ziggy ist ihnen zum ersten Mal auf dem Mixtape eines Freundes begegnet und ihnen direkt verfallen. Mel hat es ein paar Jahre später erwischt, als Team Dresch schon aufgelöst waren, sie fand ihren Queercore ebenfalls richtig super: die Gitarren, die Energie, den DIY-Approach, die radikal selbstverständliche queere Perspektive, die Inhalte insgesamt. Nicht umsonst wurde das Team Dresch Album „Personal Best“ kürzlich vom Rolling Stone auf Platz 48 der „100 Greatest Punk Albums of All Time“ gelistet.
Chris ist jetzt im Rahmen der Supportanfrage auf die Band gestoßen und auch Fanboy geworden. Entsprechend riesig ist unsere Vorfreude darauf, sie live zu sehen, wenn wir ihre Konzerte in Berlin und Hamburg eröffnen. Und natürlich auf ihr neues Album, das im September erscheint!
Was passiert auf dem Rookiefest und was bedeuten euch Rookie und Anne und Jürgen, die ja auch von vielen sehr, sehr bewundert bis geliebt werden?
Das Rookiefest ist für uns so eine Art „Familientreffen“ der positiven Art mit Anne und Jürgen als Lieblingstante und -onkel, die immer an unserer Seite standen, wenn wir sie brauchten! Wir freuen uns auf all die Freund*innen und Weggefährt*innen, die wir an dem Abend treffen, um mit ihnen das 30jährige (!) Label-Jubiläum im Rahmen einer schweißtreibenden und ausgelassenen Sause angemessen zu zelebrieren.
Mit KMPFSPRT teilen wir uns die Bühne dann tatsächlich zum ersten Mal, mit Rong Kong Koma werden wir in den zwei Wochen vorher schon zwei Shows bei den Rookiefesten in Bayern gespielt haben. Sicher ist: Es wird im Knust gleich 3x äußerst energetisch zur Sache gehen, so viel steht fest!
Was passiert mit euch noch so, außer dass ihr ganz viel spielt? Wie sieht es mit neuer Musik aus, was plant ihr, was macht ihr?
Tatsächlich sind die Live-Shows gerade unser Fokus und wir genießen es, zum allerersten Mal in unserer Bandgeschichte so gut wie nichts zu planen, mal etwas durchzuatmen und keine Deadlines zu haben. Das macht etwas mit uns und daraus wird sich auch wieder etwas Neues ergeben – wir sind gespannt, was. Jazz-Album, wir hörn dir trappsen.
Interview: Mathias Frank
Foto: Christoph Mangler
