Das wird noch mal größer. Nach ihrer großartigen Show auf der Trabrennbahn kommen Kraftklubam 26. Juni 2027 ins Volksparkstadion. „Das war ja keine Phase“ heißt das Ganze. Angekündigt sind fünf exklusive Konzerte, die bisher größten ihrer Karriere. Mit einer neuen Show, die sich durch sämtliche Kapitel der Bandgeschichte spielt. Da kommt einiges zusammen.
Wie groß das schon auf der Trabrennbahn war, haben wir gerade erst erlebt. 34.000 Menschen, die mit Kraftklub feierten, tobten, tanzten und nahezu jedes Wort mitsangen. Dazu Blond auf der Bühne und Deichkind mit „Krawall und Remmidemmi“ mitten im Publikum. Was ein Abend. Und einer mit Haltung: klare Kante gegen Ausländer- und Queerfeindlichkeit, zwischen all den Hits immer wieder deutliche Ansagen. Laut sein konnten hier alle. Wofür und wogegen, war ebenso klar. Laut Band war das ihre bislang zweitgrößte eigene Show. Jetzt also Volksparkstadion.
Vorher aber kommen Kraftklub noch mal in deutlich kleinerem Rahmen nach Hamburg. Und das schon am 15. September 2026: Von 12 bis 19 Uhr öffnet auf dem Lattenplatz die Kraftklub Konzertkasse. Dort gibt es ein erstes Ticketkontingent für die Hamburger Stadion-Show. Vor Ort, auf Papier, direkt zum Mitnehmen.
Und die Band kommt auch. Tatsächlich. Kraftklub sind selbst an der Konzertkasse dabei, wollen Fans treffen und das ein oder andere Foto machen. Tickets holen und die Band treffen – kann man mal machen an einem Dienstag. Neben Hamburg bekommt auch Leipzig, München und Köln Besuch von der bandeigenen Konzertkasse. Der offizielle Vorverkauf startet am 16. September 2026 um 16 Uhr. Auf dem Lattenplatz seid ihr also schon einen Tag früher dran.
Bis zum Stadionkonzert bleibt anschließend reichlich Zeit, die Platten noch mal durchzuhören. Fünf Stück sind es inzwischen. Los ging’s 2012 mit „Mit K“, den Collegejacken und Songs wie „Ich will nicht nach Berlin“, „Eure Mädchen“ und „Songs für Liam“. Indie, Rap, große Klappe, große Refrains. Ein Debüt, auf dem schon erstaunlich viele der Lieder stecken, die man bis heute mit dieser Band verbindet. Im kommenden Sommer ist das tatsächlich schon 15 Jahre her. 2014 folgten die schwarzen Harringtons und „In Schwarz“. „Unsere Fans“, „Wie ich“, „Schüsse in die Luft“. Allein diese drei! Mit „Keine Nacht für Niemand“ wurde es 2017 dann jackentechnisch rot, dazu kamen unter anderem „Chemie Chemie Ya“, „Dein Lied“ und „Sklave“. Die Auswahl an Songs zum Mitsingen und Ausrasten wurde jedenfalls nicht kleiner. Das zeigt schon ein Blick auf die Tracklists. Dann die Parkas: 2022 erschien „KARGO“, mit „Ein Song reicht“, „Fahr mit mir (4×4)“ und „Blaues Licht“. Seit 2025 gehören auch die weißen Anzüge und „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ dazu. „Unsterblich sein“ und „Wenn ich tot bin, fang ich wieder an“ heißen zwei der jüngsten Ergänzungen dieser mittlerweile ziemlich umfangreichen Diskografie. Fünf Platten, reichlich Lieblingslieder. Und vermutlich bei jedem und jeder eine andere Vorstellung davon, was unbedingt gespielt werden muss.
Genau diese unterschiedlichen Phasen sollen 2027 in einer eigens dafür entwickelten Show zusammenkommen. Mit den Erinnerungen, Geschichten und Insidern, die Band und Fans über die Jahre gesammelt haben. Eine ostdeutsche „Eras-Tour“, wie in den Fanforen bereits vermutet wurde. Die passende Garderobe wäre jedenfalls vorhanden. Am 26. Juni 2027 also Volksparkstadion. Am 15. September erst mal Lattenplatz. (ds)
Foto: Mathias Frank
