Es war Juni 2026. Wir begaben uns in die Welt des Streamings und hörten Team Dresch. Hörten nach, um genau zu sein. Genau hier. Jetzt hören wir neu und im Jetzt. “Furthermore” ist da. Ihr erstes Album seit 30 Jahren. Ein Album, das aber in keiner Sekunde nach älteren Menschen klingt. “Furthermore” ist mächtig aufregend, super intensiv, sehr, sehr leidenschaftlich und ebenso mitreißend. Unser Album der Woche.
Elf Lieder hat der Fünfer aus Portland auf die erste dritte Platte – “Personal Best” erschien 1995, “Captain My Captain” 1996 – gepackt. Elf Lieder voller Energie. Und Haltung und Überzeugung und Engagement, empowernde Musik, Musik gegen Homophobie und Sexismus. Es ist eine Schande, dass es so etwas immer noch geben muss.
Man hört natürlich, von wann diese Band ist. Grunge, Riot Grrrl, Alternative Rock. Es sind wunderbare schroffe, rohe Lieder, die niemals ohne Melodien auskommen. Hier und da gehen es Team Dresch auch einen Zacken punkiger an, “Last One At The Party” ist sogar einen Schritt weiter. Ein Brett.
Finden wir einen Übergang von Brett zu Betty? Team Dresch spielen am 27. September im Betty! Und dann zocken sie sicherlich alte und neue Songs. Wer die nicht kennt: siehe oben. Oder guckt da, wo es Schallplatten gibt.
