Es war Anfang der 2000er. Emo-Zeit, Screamo, der heiße Scheiß. Eine meiner Lieblingsbands: Aiden. Ich mochte ihre Platten wie “Nightmare Anatomy” und “Our Gang’s Dark Oath”, ich feierte Hits wie “Die Romantic” und ich schaute sie mir mit Waterdown und The Hurt Process an. Und ich schaute sie am 1. Februar 2006 im Gruenspan. Als Support einer Band namens Bullet For My Valentine. Vorher nicht gekannt, nichts erwartet – und dann ganz schön begeistert gewesen:
“Kaum war das Licht erloschen, ertönten die ‘Bullet, Bullet!’-Sprechchöre, das epische Intro lief und ein BVMV-Musiker nach dem anderen kam auf die Bühne und wurde von hunderten Fäusten begrüßt, kurzes Winken, Einzählen und die Dampfwalze nahm Fahrt auf. Mit einer unglaublichen Wucht knallten Bullet For My Valentine ihre Metalcore-Brocken von der Bühne, vor dieser setzten sich die Fans im Bewegung und moshten sich einen ab.”
20 Jahre ist das her. Aiden gibt es nicht mehr. Bullet For My Valentine knallen weiter. In neues Album „Social Apocalypse“ erscheint am 19. März, den Titeltrack gibt es schon jetzt. Sänger Matt Tuck sagt: „Alles im Leben verändert sich in einem rasanten Tempo, und wenn man sich anschaut, was in der Welt passiert, fällt es schwer, viel Positives zu finden. Die Menschen werden gegeneinander ausgespielt. Die Welt ist voller Konflikte statt von Zusammenhalt geprägt. Als Vater schaue ich darauf, wie die Welt für junge Menschen aussieht – und wie vollkommen anders sie heute ist.“
Auf der Platte werden zehn Songs sowie Gastvocals von Chrissy Costanza, Sängerin von Against The Current, und Will Ramos von Lorna Shore zu finden sein. Wahrscheinlich ohne diese beiden, aber mit Support von Pendulum und Dark Devine spielen Bullet For My Valentine schon am 29. Januar 2027 Sporthalle.
