Alle Farben also. Bekomme ich das Album, das vorgestern (3. Juni 2016 erschien) eigentlich nur daher auf den Tisch, weil ich mich einst auch für den Schweizer Babobo gemeldet habe? Egal. Fangen wir mal unverfänglich mit den Fakten an: “Music Is My Best Friend” zählt inklusive Intro & Outro bummelige vierzehn Tracks und empfängt natürlich Gäste, wie zum Beispiel Younotus. “Please Tell Rosie” erblickte ja schon vorab das bunte Licht der Welt und schmeckt so süß wie Kinderschokolade. Was bleibt? Klebrige Hände & Zungen, denn Alle Farben will gerne im Sommer besser funktionieren als sonst so.
Nun ist ja der Frans aus Kreuzberg ja Alle Farben und nicht DJ Flutschfinger. Will eigentlich sagen: Im Timing kommt dein neuer bester Freund so sicher wie der Tropfen aus der kalten Dusche nach dem heißen Tag. Blöd nur: “Music Is My Best Friend” kühlt weder ab, noch schrauben die Tracks an richtigen Hitzefrei-Temperaturen. Also an so richtigen, ehrlichen, fiesen, durchgeschwitzten sechsunddreißig Grad oder heißer. Klar, hier & dort hübsche, ja, halt nette popmusikalische Zeitgenossenschaft. Dagegen mein Gewissen: “Was erwartest Du? Lass’ doch den Sommer Farben sein”. Yo. Wir müssen ja keine dicken Freunde werden. Irgendwas mit Vorzügen vielleicht. Tourdaten in Kürze. (kel)

