Ende Januar haben Kind Kaputt ihr wundervolles neue Album „Ins Blau“ releast. Ein sehr, sehr aufregendes und vielfältiges Stück Musik, dass sich hier und da bedient, im Post-Hardore, im Indie, im Punk, und am Ende ganz schön eigen ist, ganz schön super. Dazu emotional, persönlich, ehrlich. Spannend eben. Wichtig und richtig! Richtig gut: Am 20. März spielen Kind Kaputt im Nochtspeicher, wir haben dazu vorab und mal wieder bei Sänger Johannes Prautzsch nachgefragt.
Wie fühlt es sich an, wenn ihr ernste, persönliche, einfach deepe Themen ansprecht und die Leute auf euren Konzerten dazu feiern und tanzen?
Ich finde das total toll. Das Tanzen zeigt ja, wie sehr sie gerade im Moment und im Song sind. Ich will ja auch nicht nur schlechte Laune mit unseren Songs verbreiten, das wäre voll schade. Was ich gar nicht mag ist, wenn wir ruhige Songs spielen und Leute quatschen die ganze Zeit durch mit irgendwem. Das fühlt sich scheiße an.
Wie viel Spaß macht es, eine Setlist zu bauen? Wonach geht ihr und gibt es nach jetzt zehn Jahren schon Probleme, wenn es ums „Aussortieren“ geht?
Das macht uns schon echt Spaß mittlerweile. Wir versuchen uns immer ein paar kleine Überraschungen im Set auszudenken, sodass es nie langweilig wird. Das Aussortieren wird aber langsam echt schwer.
Was war denn das Schönste, was ihr als Band erlebt habt? Welches war das schönste Konzert, dass ihr gespielt habt und was ist der größte Wunsch, den ihr euch in den kommenden zehn Jahren noch erfüllen möchtet?
Ich glaube, das Schönste war die Tour zusammen mit Sperling im letzten Herbst. Das war einfach alles so groß und wir hatten eine unglaublich gute Zeit zusammen. Das schönste Konzert war auch eines auf der Tour, aber es fällt mir schwer, mich da zu entscheiden! Mein größter Wunsch ist, dass wir in zehn Jahren immer noch zusammen Musik machen und dass es immer noch so viel Spaß macht, wie jetzt gerade. Das klingt super cheesy, aber ist die Wahrheit. Ich kenne leider viel zu viele Bands, die es aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr gibt. Ich hoffe, dass wir noch ganz viel vor uns haben!
Interview: Mathias Frank
Foto: Shmagman
Das vollständige Interview gibt es auf gaesteliste.de

