Wir wollen mal nicht so sein. Indiepapsttum hin, Punkrrrckattitüde her: Hier kommen Extrabreit durch die Tür. Wer sich jetzt hinter gut gedüngten Vorurteilen verschanzen möchte, ist natürlich herzlich eingeladen, verpasst aber auch die eigene Rückkehr an pickelige Orte aus der Jugend, die prinzipiell natürlich schon lange niemand mehr besuchen wollte. “Und, komma!?”, pflegte das väterliche Familienoberhaupt seinerzeit übrigens mindestens täglich in den Oberlippenbart zu nuscheln. Warum?
Immer dann nämlich war das der Fall, wenn ein Familienmitglied nur zu offensichtlich auf dem Schlauch oder gar sich selbst in der Entscheidungsfindung direkt im Wege stand. “Darf man das?” oder “Soll ich oder soll ich nicht?” bedeuteten halt viel verschenkte Grübelzeit. Extrabreit nun mögen vielleicht bis heute keine Ausformulierung musikpolizeilicher Extrawürste bedeuten. Die Schreihälse aus den Achtzigern taugen aber allemal für einen vollkommen bedenkenlosen und feuchten Jahresausklang. Passt doch auch irgendwie zum Wetter oder der Gesamtsituation. Morgen | 30. Dezember | Markthalle. Tickets an der Abendkasse. (kel)
