Es war 2017, als The Jesus And Mary Chain zuletzt eine Platte veröffentlichten. Reicht jetzt, dachten sie sich, gingen wieder ins Mogwais Castle of Doom Studio in Glasgow und nahmen eine neue auf. Endlich. Fertig. “Glasgow Eyes” erscheint am 8. März 2024 auf Fuzz Club/Cooking Vinyl und wird zwölf Lieder enthalten. Eines davon darf man schon jetzt hören, hier läuft “Jamcod” – ein unglaublich gutes Ding!
Das Album könnte genau das auch werden. Die Promotion läuft, hier heißt es unter anderem: “Ihr Mahlstrom aus Melodie, Rückkopplung und kontrolliertem Chaos ist nun noch deutlicher von ihrer Liebe zu Suicide und Kraftwerk und einer neuen Wertschätzung der weniger disziplinierten Attitüde des Jazz geprägt.” Wir so: Motorpsycho? The Jesus And Mary Chain so: nö. Sänger Jim Reid sagt:
“Erwarten Sie nicht ‘The Mary Chain goes Jazz’. Die Leute sollten ein Jesus and Mary Chain-Album erwarten, und genau das ist ‘Glasgow Eyes’ auch. Unser kreativer Ansatz ist bemerkenswerterweise derselbe wie 1984: einfach ins Studio gehen und sehen, was passiert. Wir sind mit einem Haufen von Songs reingegangen und haben dem Ganzen seinen Lauf gelassen. Es gibt keine Regeln, man tut einfach, was nötig ist. Und es gibt da eine Telepathie – wir sind diese seltsamen, nicht ganz richtigen Zwillinge, die die Sätze des anderen beenden.”
Damit gemeint ist sein Bruder William Reid, Partner bei The Jesus And Mary Chain und Mitreisender auf der kommenden Tour. Am 9. April 2024 spielen sie in der Markthalle. (mf)

