Es war im Oktober 2020. Katie Melua veröffentlichte ihr wunderbares “Album No. 8”. An anderer Stelle steht: “Gleich zehn Songs hat sie mit einem Orchester aufgenommen, bei einer Nummer macht auch der Gori Women’s Choir wieder mit, zudem gibt es als Bonus noch ein paar akustische Versionen. Ziemlich immer ist es ziemlich schön. Kuschelig bis fast ein wenig kitschig und damit genau richtig, sehr emotional, aber dabei unaufgeregt, sehr verspielt und verträumt und – man kann es nicht anders sagen – bezaubernd, regelrecht verzaubernd.”
Wir erinnern uns. Oktober 2020. Und danach. Covid. Pandemie. Lockdown. Wenig Konzerte, wenig live. Also spielte man zuhause. Vor der Kamera, in diesem Internetz. Und manchmal wurde sogar ein neues Album daraus. Zum Beispiel: “Acoustic Album No. 8” von Katie Melua. Seit wenigen Tagen ist es draußen und es ist unglaublich schön. War schon der “Original” berauschend, berühren diese reduzierten, sehr intimen, leisen Versionen noch mehr. “Remind Me to Forget” zum Beispiel oder auch “Joy” und ganz besonders “A Love Like That“.
Katie Melua sagt: “Ich bin stolz auf die Songs und es hat mir wirklich gefehlt, mit diesem Album auf Tour gehen zu können. Die Songs in den puristischen Versionen zu zeigen, hat noch einmal etwas ganz Neues in ihnen hervorgebracht. Dank Zurab und seines brillanten Verstandes konnten wir alles, abgesehen vom Mastering, zu Hause in einem wunderschönen Teil von London machen. Ich glaube, die Ruhe und der grüne Park in der Umgebung sind dabei zu einem Teil der Atmosphäre auf der Platte geworden.”
Erwähnter Zurab ist Meluass Bruder und gleichzeitig Produzent von “Acoustic Album No. 8”. Er sagt: “Ziel war es, eine Aufnahme zu machen, die wie ein intimes Live-Konzert klingt. Also haben wir einfach das gesamte Album ein paar Mal durchgespielt, Katie hat Mark Edwards, ihren Keyboarder, gebeten, ein paar Parts beizusteuern, und wir haben Simon Goff bei zwei Stücken Geige spielen lassen. Katie hatte Recht als sie sagte, dass das musikalische Gespür der beiden einfach perfekt ist. Einige der Veränderungen im Vergleich zu den ursprünglichen Versionen der Songs sind recht subtil, andere wie bei ‘Love Like That’ sind da schon drastischer. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.”
Wir auch, muss man sein, was ist das Ding schön geworden. Eindringlich, emotional, elf Lieder am Stück, jedes ein Genuss. Genau der dürfte auch die nächste Show von Katie Melua werden. Nicht in Hamburg, aber in der Nähe. Am 10. August 2022 spielt sie in Rostock / IGA Parkbühne. (mf)

