2. März. Große Freiheit 36. Und wenn ihr gerade denkt: „Jinjer? Kenn ich.” – dann wisst ihr auch, was das bedeutet. Hinfahren. Punkt. Wir präsentieren euch die UkrainerInnen auf ihrer ersten eigenen Europa-Headlinertour seit sechs Jahren. Sechs. Jahren. Das ist eine lange Zeit, um Wut zu akkumulieren, Trauer zu verarbeiten und ein Album zu schreiben, das beides in 47 Minuten auf den Tisch knallt. „Duél” heißt das gute Stück – im Februar 2025 erschienen, und der Titel ist so Programm wie ein Fausthieb: Ein Duell zwischen Zärtlichkeit und Brutalität, zwischen Tatiana Shmayluks glasklarem Falsett und Growls, die einem den Magen umdrehen. Im besten Sinne natürlich. Wir sind ja kultiviert hier.
Das Album klingt nicht wie eine Band, die sich neu erfinden will. Es klingt wie eine Band, die genau weiß, wer sie ist – und deshalb keine Angst mehr hat, kurz leise zu werden, bevor sie einen komplett aus den Latschen haut. Mehr Melodie als erwartet. Mehr Druck als je zuvor. Und Vladislav Ulasevich am Schlagzeug, der offenbar irgendwann beschlossen hat, dass Groove und Gewalt kein Widerspruch sind, sondern eigentlich dasselbe. Live sind Jinjer eine andere Kategorie. Wer sie schon gesehen hat, weiß, wovon wir reden. Wer nicht – Leute, der 2. März in der Großen Freiheit 36 wäre wirklich kein schlechter Moment, das nachzuholen. Textures und Unprocessed heizen im Vorprogramm ein, also kommt früh. Der Abend startet nicht erst, wenn der Headliner auf die Bühne tritt. Einlass 19 Uhr. Tickets gibt’s noch. Aber halt nicht ewig.
PS: Eine Verlosung? Wäre doch gelacht. Wir brüten bereits. Haltet die Augen offen.

