Antologien gab es viele in der Musikgeschichte. Die wohl bekanntesten, die der Beatles aus den Neunzigern, die damals den eigenen Schatz aufgearbeitet wissen wollten.
Eine Retrospektive auf ihr eigenes Schaffen ist “Antologie” von Solveig Slettahjell nicht. Die Norwegerin und ihr musikalischer Gefährte Morten Qvenild haben für ihr aktuelles Album persönliche Favoriten ausgewählt und in wunderbar pop-jazzige Nummern migiert. Ein Beatles-Song ist darauf nicht nicht zu finden. Mit “Jenny Wren” aber immerhin ein McCartney-Song jüngeren Baujahrs.
Und auch die Stones kommen zu Ehren. Mit “Wild Horses” wird ein Song gewählt, der reduzierter nur selten gecovert wurde. Klavier und Gesang – es folgen ebenso schöne Nummern aus dem Hause Radiohead, von Annie Lennox und sogar Abba (“The Winner Takes It All“). Und bevor Tom Waits dem Album mit “Take It With Me” die Tür nach draussen öffnet, gibt es eine superbe Slettahjell/Qvenild-Version von Gnarls Barkley’s “Crazy“, die wir hoffentlich am 27. Februar auch live in der Fabrik hören werden. (dis)

