Das passiert, wenn man etwas älter ist. Man liest Overpass. Und denkt an Overground. Die schrecklichen. Aber gerade noch gemerkt. Overpass. Die tollen. “Union Station” und so, “Take It Or Leave It“. So geht Pop, so geht’s pompös, so gut kann Indie sein. So schöne Songs! So ein schönes Konzert: Am 22. September spielt der britische Vierer aus Birmingham in der Nochtwache.
Die Band ist jung, ist neu, aber klingt nicht so. 2024 erst erschien ihre erste EP „From The Night“, man spielte mit The Wombats, Two Door Cinema Club und Inhaler und zockte zudem das Reeperbahn Festival und The Great Escape. Am 5. Juni nun erscheint das Debütalbum „Elsewhere, Always“, produziert von Produzent Rich Turvey (The Wombats, The Coral) udn inklusive “Heaven“, “Sandman” und: “Union Station“. Über diesen Song sagte Sänger und Gitarrist Max Newbold:
„‚Union Station‘ entstand, als ich jemanden sagen hörte: ‚Es ist eine Welt, in der jeder gegen jeden kämpft‘, als wäre es das Normalste der Welt. Diese Vorstellung, dass das Leben ein einziger großer Wettbewerb ist, hat mich etwas verunsichert. Ich wollte nie um Jobs oder Wohnungen kämpfen oder mich mit anderen vergleichen. Ich habe Bahnhöfe immer als den Ort romantisiert, an den man flüchtet, wenn man innerlich abgeschaltet hat, selbst wenn man es mit einem halben Lächeln und einem gewissen Maß an Selbstironie tut. Das passt zum Album, da es den ersten Schritt in diese Richtung darstellt: ahnungslos aufzuwachsen, Fehler zu machen und zu erkennen, dass es in Ordnung ist, nicht alles zu wissen.“
Wir wissen: Am 22. September spielen Overpass in der Nochtwache.

