Auf ihrem Debüt verarbeiteten Friska Viljor die Leiden der Liebe und lieferten hiermit den Auftakt für fast 400 Konzerte und drei weitere Alben. Hat der Hörer einmal Bekanntschaft mit den zwei Schweden gemacht, brennt sich ihr Sound für immer unverwechselbar in die Gehirnwindungen ein. Dies liegt hauptsächlich an den markanten Stimmen der “leicht” zerstreut wirkenden Skandinavier.
Vor allem ihr Chorgesang mag einige manchmal ein wenig an die Schlümpfe erinnern, aber dieser Umstand macht sie für Liebhaber ihrer Musik nur noch sympathischer. Am Freitag ist nun ihr fünftes Studioalbum “Remember Our Name” erschienen. Mit 1,5 Jahren Verzögerung, da die beiden Schweden in der Zwischenzeit Väter geworden sind und zwischen schlaflosen Nächten, Windeln wechseln und Hauptjob kaum Zeit fanden, an dem neuen Album zu arbeiten. Ein Auszug aus den SMS der Musiker, um sich im Studio zu verabreden:
– I´m running a bit late. I thought it was my laptop I had on my back, but it turned up to be Lasses nursing bag…spent the night at the hospital so a bit dizzy. Baby asthma again.
– Ok. Just hurry. Sanna´s going out for the first time after stopping breast feeding, so I can´t stay that long.
– Yes! Are we still on for Friday? Olle has swim school at five, but before that?
– Sure! I´m playing golf first, but between two and four?
Hat sich die Familiengründung auch auf die Musik von Friska Viljor ausgewirkt? Ihren Sound haben sie definitiv beibehalten. Mit Songs wie “Did You Ever” oder der beschwingten ersten Single “Bite Your Head Off” fühlen sich Friska Viljor Fans sofort zuhause. In “Boom Boom” driften sie etwas zu sehr mit ihren Synthesizern in die 80er Jahre ab, aber das darauf folgende Lied “Easy Is Hard” findet wieder die für Friska Viljor typische Mischung aus Folk-, Rock- und Elektroeinflüssen.
Fazit? Das fünfte Studioalbum “Remember Our Name” bringt genauso viel Spaß zu hören wie die Vorgänger und die Proben für die Tour im Februar sorgen sicherlich wieder für einen regen (SMS-)Wechsel zwischen Windeln und Rock’n Roll im Leben der beiden Schweden. Hamburg fehlt im Tourplan , aber eine Stippvisite auf dem Hurricane ist gesetzt. (mes)
