Nein. Es ist faggin’ Motörhead! Dieses Urbiest von einem Motor ist nun schon Millionen Meilen gelaufen. Seit 38 Jahren immer geradeaus, den Tempomat auf Höchstgeschwindigkeit – nur gelegentlich mal runtergebremst, um im Drive-Thru den Whisky-Vorrat aufzufüllen. Im Sommer hat der Motor dann doch mal kurz gestottert. Lemmy’s Gesundheit war etwas aus dem Takt, Shows mussten abgesagt, der Auftritt in Wacken abgebrochen werden.
In seiner Autobiography erklärt Lemmy mit Galgenhumor, dass er niemals eine Blutspende annehmen oder geben können würde, weil sein Blut dafür zu toxisch sei. Mit dem reinem Blut Anderer käme sein Körper gar nicht mehr klar. Klingt cool, doch Jahrzehnte des Rock’n’Roll lifestyle gehen halt auch an der härtesten Sau im Business nicht spurlos vorüber.
Aber er heult ja nicht rum, sondern praktiziert, was er predigt “Rock n Roll music is the true religion […] Dot it till the day I die.” (Aus dem Song “Rock’n’Roll Music”.) Wie es aussieht, kann man ihn da beim Wort nehmen. Er hat während seiner Reha-Phase nicht nur rumgelegen, sondern das neue Album “Aftershock” (VÖ: 21. Oktober) eingespielt. Ob die Pladde sehr wie immer klingt oder nur fast, das erfahrt ihr beizeiten hier.
Und bald brauchen wir uns auch nicht mehr “The Wörld Is Ours Vol I + Vol II” reinziehen, um das Live-Motörfeeling zu kriegen. Schnappt euch schonmal Tickets, denn ihr wollt garantiert dabei sein, wenn es am 3. Dezember in der Altersdörfer Spörthalle wieder heißt: “We are Motörhead, and we play Rock’n’Roll.” Very proudly presented by concert-news. (ds)
