Am 1. und 2. Juni wird das leise Lüneburg wieder laut, wenn das neunte lunatic-Festival auf dem Uni-Campus seine Bühnen, Stände und zig weitere Ideen aufgebaut haben wird. Als glücklicher Präsentator dieses überaus sympathischen Festivals, das 2012 u.a. von Bodi Bill, Max Prosa, Marteria und Pete Philly angeführt wird, haben wir mal nachgefragt, wie das eigentlich so funktioniert, “mal eben” ein Festival aus dem Boden zu stampfen. Rede und Antwort stand uns Anna Spohn aus dem lunatic-Festival-Team.

Anna, das lunatic-Festival ist ja lange nicht nur Live-Musik alleine. Was macht die Festivalwiese eigentlich insgesamt so aus?

Das lunatic-Festival bietet ein vielseitiges Programm. Neben den Acts auf der Hauptbühne bietet das Areal der lunatic-Festival Spielwiese studentischen Initiativen, Start-Up Unternehmen sowie kreativen Projekten die Möglichkeit, ihre Ideen einem jungen Publikum interaktiv zu präsentieren. Ebenfalls auf der Spielwiese angesiedelt ist die Umbauwagen-Bühne auf der nochmal ca. 10 Bands für ein musikalisches Rahmenprogramm sorgen. Dieses Jahr neu ist das Kunstprojekt SINNERGIE, welches namenhaften, internationalen Künstlern eine Plattform bietet, spontan ihre Kreativität in direktem Kontakt mit den Festivalbesuchern auszuleben. Auf welche Weise dies geschieht wird jedoch bis zum Festival nicht verraten.  Ansonsten bietet das Festival wie auch in den letzten Jahren ein buntes drum herum bei dem es viel zu entdecken gibt.

Wie viele Leute im studentischen Kollektiv sind in der Vorbereitung eigentlich beteiligt und in wie viele Bereiche gliedern sich die Tätigkeitsfelder insgesamt auf?

Das lunatic-Festival Team besteht aus ca. 25 Studierenden, die in den vier Bereichen Künstlerische Leitung, Technik & Infrastruktur, Finanzen und Presse & Öffentlichkeitsarbeit  tätig sind. Dem übergeordnet gibt es die Festivalleitung, welche die einzelnen Teilgebiete sowie das Gesamtprojekt koordiniert. Die Studierenden arbeiten ein Jahr lang ehrenamtlich in intensiver Teamarbeit zusammen an der Umsetzung des lunatic-Festival. Am Festivalwochenende selber sind über 200 freiwillige Helfer für einen reibungslosen Ablauf im Einsatz.

Wie viele Monate Vorbereitung sind nötig, ein solches Festival auf die Beine zu stellen?

Die Planungsphase beginnt bereits ein Jahr im Voraus mit dem Zusammenstellen des Organisationsteams und der Bestimmung der neuen Festivalleitung. Dann geht es auch schon an die Planung und Umsetzung der traditionellen drei Vorveranstaltung, den lunatic Warm-Up Partys sowie an die Ausarbeitung eines Arbeitskonzeptes für das Jahr. Ab Januar arbeitet das gesamte Team dann mit Hochdruck an der konkreten Umsetzung des Festivals. Alle Studierenden sind mit enormen Einsatz dabei und schaffen es jährlich neben ihrem Studium ein Event solchen Ausmaßes auf die Beine zu stellen.

Ihr habt viel mit Nachhaltigkeit im Sinn. Was tut das lunatic genau, um da den Ansprüchen an sich selbst gerecht zu werden?

Uns ist natürlich bewusst, dass das nachhaltigste Festival kein Festival wäre, versuchen jedoch unser Mögliches für eine Sensibilisierung dieses Themas zu tun. Dieses Jahr wollen wir auf das kontrovers diskutierte Thema „Energie“ aufmerksam machen, wobei dies nicht nur im ökologischen Sinne zu sehen ist. Wir haben wieder ein Partnerprojekt,  die „DKMS“, gewinnen können um unter anderem auf die Energie aufmerksam zu machen, die von jedem einzelnen Menschen ausgeht.

Interview: (kel)

 

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