Es war Brian Fallon, der einst die Sache mit den Affen und den Menschen nicht glaubte. So sagte er mal in einem Interview: “Evolution? (…) Du glaubst doch wohl nicht, dass wir vom Affen abstammen!” Da ist jetzt keine ganz große Überraschung, dass er auf seinem neuen Solo-Album “Night Divine” traditionelle Kirchenlieder spielt.
“Das waren die ersten Lieder, die ich je gehört und gelernt habe. Es sind die frühesten musikalischen Erinnerungen, die ich habe. Die Idee hat also schon lange in meinem Kopf herumgespukt. Selbst als ich Rock ‘n’ Roll machte, war das immer im Hintergrund.”
Und nicht nur das, es inspirierte Brian Fallon auch, selbst Musik zu machen: “Ich hörte Odetta eine unglaubliche Live-Version von ‘Virgin Mary Had One Son’ singen, und es war tatsächlich eine der Darbietungen, die mich dazu inspirierte, Klavier zu lernen.” Eben dieses “Virgin Mary Had One” So wird sich auch auf “Night Divine” finden und ist zudem bereits jetzt zu hören. “Joan Baez hat es in den Sechzigern auch gesungen. Aus diesen beiden Versionen habe ich meine eigene Struktur mit der akustischen Gitarre und dem Gesang entwickelt. Die anderen Klangelemente erscheinen und verschwinden wie Figuren in einem Theaterstück. Am Ende kommt alles für einen letzten Ton heraus.”
“Night Divine”, das Brian Fallon bei sich zuhause aufnahm, wird am 5. November erscheinen und zehn Songs enthalten, unter anderem zum Beispiel “Amazing Grace” und “O Holy Night”. Fast schon unpassend kommt der Gaslight Anthem-Fronter dann aber erst am 27. April 2022 in die Edel-Optics.de Arena, den Support machen Chris Farren und Jesse Malin. (mf)
