Vor vielen, vielen Jahren hatten mal das Format BDMKM am Start. Heißt: Bands, die man kennen muss. Wir befragten Bands, die noch nicht jeder auf dem Zettel hat. Nun, das Ganze ist so ein wenig eingeschlafen und nach Interviews mit unter anderem Abramowicz, Schmutzki (2014!), Kazimir, The Average Engines, GWLT, Freiburg oder Ripe & Ruin war 2019 plötzlich Schluss. Jetzt machen wir weiter.
Nicht einfach so, sondern mit Holly Would Surrender. Die Band kommt aus Hamburg, existiert schon seit 2010 und besteht aktuell aus Ole Baumert (Gesang & Gitarre), Adrian Peters (Bass), Andrew Klassen (Drums) and Felix Klostermann (Gitarre). Man spielte mit Bands wie Zebrahead, No Fun At All und The Ataris und man spielt bald mit The Bottom Line (12. Juni, Headcrash) und mit The Tips (19. November, Astra Stube). Und damit: ja. Holly Would Surrender spielen Punkrock! Ganz neu ist der großartige Song “Never Surrender”, den niemand Geringerer als Chris DeMakes von Less Than Jake für die Band geschrieben hat. Mehr dazu gibt es hier. Mehr zur Band, die man kennen muss nur bei uns.
Wie lange gibt es euch und wieso spielt ihr das, was ihr spielt?
HWS gibt’s seit 2010, in der jetzigen Formation seit 2018. Felix erster Gig war im April, als wir Support von No Fun At All in Hamburg waren. Addy kam im Juni dazu, ebenfalls als NFAA-Support damals im Treibsand in Lübeck. Und da ist auch schon der Grund, warum wir das alles machen. Wir feiern das Musikgenre, in dem wir uns musikalisch bewegen. Und durch die Band Holly Would Surrender haben wir die einzigartige Möglichkeit, mit Idolen und Bands, die wir feiern die Bühne zu teilen. So, wie eben No Fun At All oder Zebrahead, State Champs, Reel Big Fish und und und…
Was muss man sonst über euch wissen und Fans welcher anderen Bands können sich das Weiterlesen jetzt sparen?
Wir sind ein fröhlicher Haufen begeisterter Punkrockfans, die einfach eine gute Zeit haben wollen. Jeder sollte dieses Interview gelesen haben, um im Nachhinein selbst feststellen zu dürfen, dass man seine Zeit vermutlich verschwendet hat, für vier quietschbunte Mittdreißiger, die einen auf jung machen. Der sogenannte Berufsjugendliche.
Wie wohl fühlt ihr euch als Band in Hamburg, was würdet ihr gerne ändern und was findet ihr so richtig toll an und in der (Musik-)Stadt?
Unser Verhältnis zu Hamburg ist eine kleine Hassliebe. Hamburg hat viele schöne Seiten, kann aber auch hässlich und blöd sein. Über die Jahre hat man Freunde in anderen Bands gefunden, so wie gute Kontakte zu Clubs, Agenturen usw.. Der Vorteil in Hamburg ist es, dass es viele Spielstätten gibt und man die Möglichkeit hat schnell an gute Support-Gigs zu kommen. Der Nachteil ist es, dass so viele Clubs/Spielstätten in Hamburg sind und das Angebot recht hoch ist. Da kann es auch mal passieren, dass der geplante Gig schlecht läuft! Grund ist, dass am selben Abend 3-5 andere Veranstaltungen aus dem selben Genre laufen. Wir haben wirklich schon schöne Abende in Hamburg gehabt, aber auch Shows die sich leider nicht ganz den Erwartungen entsprochen haben. Am Ende zählt der Spaßl den wir auf oder vor der Bühne haben!
Holly Would Surrender live – was dürfen wir erwarten?
Auf der Bühne nehmen wir uns nicht zu ernst. Euch erwarten Männer in Kniestrümpfen, knallbunte Farben auf der Bühne und Gitarrenmusik die man aus American-Pie Filmen kennt. Gudde Laune!
Mit wem möchtet ihr unbedingt mal auf Tour gehen und warum?
Addy würde als finalen Wunsch mal mit Blink-182 touren. Ole´s Wunsch ist Millencolin zu supporten und Felix schließt sich allen widerstandslos an. Bands wie Lagwagon oder New Found Glory stehen auch ganz oben auf der Liste!
Und was macht ihr, wenn ihr euch Less Than Jake im Gruenspan anschaut? Pogo tanzen im Mob oder entspannt an der Bar stehen und von hinten schauen?
Wir sind alt. Wir stehen definitiv an der Bar und trinken Bier und vergöttern die Jungs aus sicherer Entfernung.
Stellt Euch vor, beim nächsten Auftritt spielt ein berühmter Musiker einen eurer Songs zusammen mit euch auf der Bühne. Wer wäre es und für welchen Song?
Das wäre definitiv H.P. Baxtxer und er würde unseren Coversong Hit “Boom Boom Boom Boom” mit uns von der Bühne ballern.
Das größte Kompliment, das man euch machen könnte, lautet wie?
Das könnte vielleicht lauten, dass es ein fantastischer Abend war, an dem man sich gut unterhalten gefühlt hat und wir uns beim nächsten Konzert wiedersehen. Darum geht es doch letztendlich; dass wir unser Publikum gut unterhalten.
Was muss man tun, um aus der Band zu fliegen?
Hart rumschwurbeln, mit Nazis kokettieren oder super unzuverlässig sein sind Gründe, die einen Rauswurf unterstützen würden.
Welches Rock’n’Roll Klischee wollt ihr unbedingt noch erfüllen (bevor ihr an eurer Kotze nach einer Überdosis erstickt)?
Hotelzimmer verunstalten!? Keine Ahnung… Wir sind zu alt für den Scheiß. Wir trinken lieber eine heiße Schokolade und gehen frisch geduscht direkt nach der Show ins Bett!
Interview: Mathias Frank

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