Alles absagen, abblocken, “Sorry, ich habe keine Zeit”. Vom 24. bis 26. Juni findet das wundervolle Booze Cruise Festival rund um den Hafen statt, es spielen große, kleine, sehr kleine und sehr große Bands aus dem Kosmos Punkrock und jede einzelne würde es verdienen, angeschaut zu werden. Ist so.
Einen genauen Zeitplan erwartet wir nahezu stündlich, aber wir sind ungeduldig, wir freuen uns, wir feiern JETZT das Ganze ab. Geht nicht anders, Bands wie Lagwagon, The Get Up Kids, Good Riddance, Shoreline und Press Club spielen. Schon mal uff. Aber die kennt man, mag bis liebt man und hat sie sicher oft bis öfter live gesehen (und schaut sie sich trotzdem wieder an …). Den Reiz des Festivals machen die anderen Gäste, die neuen, die kleineren Bands.
Captain Asshole zum Beispiel haben jüngst ihr neues Album “Successfully Not Giving Up” releast, auf dem sie – Zitat – “energetischen, sehr druckvollen und dabei stets herrlich melodischen und häufig zudem mehrstimmigen Punkrock spielen, der sicher auch seine CaliPunk-Einflüsse hat, aber gleichzeitig immer dieses Schroffe, dieses Rohe der Generation Holzfällerhemd/Vollbart in sich trägt.”
Auch Bikini Beach sollte man sich dringlichst antun. Die klingen völlig und wahrscheinlich anders als alle anderen Booze Cruise-Bands, haben mit Atoll aber zuletzt (na ja, 2020 …) eine unglaublich starkes, weil dreckiges, wildes, verzerrtes Rock N Roll Album voller Garage, Punk, Psych, Surf und Mudhoney-Fuzz gemacht. Bitte einmal “Cravings” anschauen. Und direkt danach von “Harriet” von Chartreux. Gunnar von Gunner Records sagt über deren Platte: “Räudiger Hardcore/Punk mit Mitgliedern von Tackleberry, Oat und Piefke. Es sind schnell runtergespielte Songs, die knallen.” Dürfte live ein amtlicher Abriss werden.
Alle Bands und zumindest den Tag, an dem sie spielen, steht genau hier. (mf)
