Nein. NEIN! Keine Sorge. Biffy Clyro spielen am 16. August im Stadtpark. Diese Show wurde nicht wieder verlegt. Aber ursprünglich geplant war das Ganze eben mal für die Sporthalle. Und auch wenn wir mit unseren Lieblings-Schotten auch hier schon fabulöse Abende gefeiert haben, ist eine Konzert im Stadtpark natürlich noch mal eine, ach was, zwei, drei, viele Nummern schöner. Sagen wir also mal so: Es gab schon schlimmere Verlegungen …
Wie es auch kaum etwas Schlimmeres gibt, als Biffy Clyro zu verpassen. Denn live? Alter. Killer-Band. Immer. Überall. Ob damals im Knust, später in der Großen Freiheit 36, der Sporthalle oder auch mal ganz woanders, diese Band liefert einfach. Live. Und auf Platte. Die letzte kam im Herbst vergangenen Jahres und hieß und heißt “The Myth Of The Happily Ever After”. An anderer Stelle schrieb ich:
Elf Lieder haben es auch “The Myth…” geschafft. Elf Lieder, die bei aller Schönheit, aller Opulenz und häufiger Stadion-Großartigkeit aber stets auch ein breitkreuziges “Ja und?” ausstrahlen. Gefällt dir nicht? Ja und? Findest du zu schräg? Ja und? Zu viel Geschrei? Ja und? Wir haben aber Bock drauf. Natürlich schreien sie nicht nur und natürlich frickeln sie nicht so viel wie früher. Das ist hier weiterhin die Festival-Headliner-Band mit den Chören, den Hits, dem ganzen Drum und Dran. Aber so ein bisschen egaler schien ihnen der Rest schon zu sein. Immer wieder mischen sie sich selbst ein und unterbrechen zum Beispiel einen großartigen Popsong wie “A Hunger In Your Haunt” mit stoischen Postrock-Riffs oder verpacken den überkitschigen Refrain von “Denier” in einen schroffen Fast-schon-Punk-Song. Beides: stark! Das ganze Album: auch.
Und deshalb freuen wir uns kommende Woche nicht nur auf die Klassiker der frühen Platte, nicht nur auf den Captain, die Bubbles und “Many Of Horror”. Sondern auch auf neue Lieder, auf einen bunten, aufregenden Mix aus 20 Jahren Biffy Clyro. Am 16. August im Stadtpark. (mf)
