Stellen wir uns doch mal eine gerechte Welt vor. Eine Welt mit Geschmack, in der die guten Bands die guten Zeiten haben. Und nur die guten. Dann könnten wir am 6. Februar 2026 aber was erleben. Wenn The Callous Daoboys im Betty spielen. Volle Hütte, bester Lärm, große Kunst, noch größeres Vergnügen. Nun, diese Welt gibt es nicht. Ein Fest wird es aber natürlich trotzdem. Weil diese Band einfach so aufregend ist.
Im Mai erschien ihre Platte “I Don’t Want to See You in Heaven” mit Songs wie “Two-Headed Trout” & “The Demon Of Unreality Limping Like A Dog” oder auch “Lemon” und “Distracted by The Mona Lisa“. Allesamt und alle zusammen crazy as Kunst. Siehe oben. Mathcore, Poppunk, nur Pop, nur Punk. Post-Chaos-Entertainment. So aufregend, so gut. So ehrlich, echt, einzig. Sänger Carson Pace:
„Ich mache diesmal kein Album, das etwas Gesellschaftliches oder Politisches kommentiert, es ist ein Album nur für mich. Es ist jede Emotion, die ich seit 2021 gefühlt habe, und jeder ernüchternde Gedanke. Ich kann dieses Album nur jetzt machen, nicht in drei Jahren, wenn ich dreißig bin, und auch nicht vor zehn Jahren, als ich siebzehn war. Dies ist die Momentaufnahme von 24-27. Ein Sammelalbum von Versuch und Irrtum, oder besser gesagt, ein Museum des Scheiterns.“
Kein Scheitern, kein Irrtum. Aber ein Muss: Am 6. Februar 2026 spielen The Callous Daoboys im Betty. Mit den neuen Songs, den ebenso aufregenden der Platte davor, mit … so viel Gutem. Wird gut, nur besser.
Foto: Nick Karp

