Ihre Platte hatten sie einst als “eine Sammlung von Weltuntergangs-Ohrwürmern für alle Baumumarmer“ angekündigt. Super Beschreibung. Und die ersten Songs waren auch super. Also: Vorfreude. Große. Bis jetzt. Jetzt ist sie da, am vergangenen Freitag ist endlich “Cash Rich” von den Snake Eyes erschienen. Jetzt: ist Freude. Das Ding ist super.
Die Platte erscheint auf dem tollen Grand Hotel van Cleef. Klingt aber gar nicht so. Das hier ist britischer Indie in bester Verfassung, sehr verspielt, vielfältig, voller Hits. Hits wie „Jar Full Of Wasps“, das das Ganze eröffnet. Bitte tanzen Sie jetzt, springen, trinken und feiern sie. Hippes Zeug. Aber in super. Siehe oben. Die Platte ist so gut.
Danach kommt “No Cars“. Noch besser? Vielleicht. Und dann geht es so weiter. Mal mit sanfter Popigkeit und Blicken in die englische Vergangenheit (“Slugs”) und mal mit einer Verneigung vor der Band, die sie Weezer nennen (“Robot Boy”), mal mit ein bisschen lässiger Trägheit („hdtv“), einmal mit Pabst (“Hug Me“) und mal auch mit Lust auf den großen Moment (“Soup”) – ohne den Club für das Stadion zu verlassen. Oder: Alles richtig gemacht, alles … super.
Im vergangenen Herbst schon spielten sie in der Molotow Top Ten Bar (siehe hier), am 16. April präsentieren wir euch Snake Eyes im Betty. Und das wird: genau.
Foto: Lee London

