Manchmal sind es die kleinen Schnipsel, die so große Freude machen. Wenige Worte wie “Wes Borland oder Westernhagen?” Herrlich. Gehört in “Kreuzberg”, einem der Songs auf “Beest”, das heute erscheint. Schön geschmunzelt, liebe Fluppe, vielen Dank. Und gut gefeiert. So ein tolles Album.

Zehn Songs hat die Band auf die Platte gepackt. Die vielleicht beste Platte, die man heute hören kann. Der man zuhören kann. Zuhören muss. Immer wieder. Wiederholung. Wie auch Fluppe sich gerne wiederholen. Post-Punk-Style, fast schon stoisch, konsequent. Kraftvoll. Ob Riff oder Beat, Gesang, gesprochenes Wort, Effekt. Immer: intensiv. Extra: “Houellebecq Girl”.
Dabei ist “Beest” keine Post-Punk-Platte. Also nicht nur. Es fühlt sich auch nach Pop an, nach Wave, nach Shoegaze. Sogar nach – “Shanty” – NDW. Nach mehr. Nach Fluppe. Aufgenommen mit Tobias Siebert, eingesungen vom neuen Oscar Pursch, eben noch Barkeeper in der Mutter, jetzt die Stimme dieser großartigen Band.
Eine Band, die so schwer und bedrückend klingen kann und das mit einer faszinierenden Leichtigkeit schafft. Eine Band, die die Ballance zwischen Nerderei und Naivität findet und damit smart und durchdacht und trotzdem unglaublich ehrlich, direkt und natürlich klingt. Da gehen wir natürlich hin. Am 9. April spielen Fluppe im Nochtspeicher. Hier bekommt ihr eure Tickets.
Foto: Caren Detje

