Das erste Mal. Unvergesslich. Nicht, dass man sich an jede Band, jeden Act erinnert, die oder den man erstmals live gesehen hat. Aber manche? Eben doch. Und wenn das Gesehene dann noch auf dem ersten besuchten Festival passierte, sind die Erinnerungen noch schöner. In meinem Fall: 1999, Hurricane Festival mit den Highlighs Faithless, Queens Of The Stone Age und: dEUS. Heute würde man vielleicht sagen, dass das Ganze sick war. Damals war es kranker Scheiß, derbes Zeug, ein wahnsinnig gute Zeit. Die Band hatte gerade “The Ideal Crash” releast, spielte aber natürlich auch Songs von „In A Bar, Under The Sea” und “Worst Case Scenario” . Diesen beiden kranken ersten Platten. Schräges Zeug, ganz schön schön, super eigen, verkopft und unfasslich spannend.
Im Original erschienen die Platten 1994 und 1996, Anfang März diesen Jahres wurden sie digital rereleast. Und seit vergangener Woche gibt es die beiden Platten auch als 3LP- und 2CD-Sets, unter anderem mit längst verloren geglaubte B-Seiten, Raritäten – und Live-Aufnahmen. Hallo, Erinnerungen. Hallo, Vorfreude. Denn man sich “Morticiachair” oder auch “Mute” in der Live-Version anhört, dann freut man sich auf den 7. April, an dem dEUS in der Markthalle spielen.
Auch das wird schräg, schwer und schön, wird anstrengend und seltsam, aber berauschend und faszinierend. Und selten. Für viele wahrscheinlich einzigartig. Denn viele “Worst Case Versus In A Bar”-Konzerte spielen Tom Barman (Gesang & Gitarre), Klaas Janzoons (Keyboard, Mandoline & Violine), Stéphane Misseghers (Schlagzeug), Alan Gevaert (Bass) und Simen Følstad Nilsen (Gitarre) nicht. Eine davon am 7. April in der Markthalle. Eine Show, die man vielleicht auch nicht vergisst, obwohl es nicht das erste Mal ist …
