Bloodywood gehört aktuell zu den aufregendsten Metal-Acts überhaupt und bringt eine Mischung auf die Bühne, die man so garantiert nicht alle Tage hört: Nu Metal, Rap Metal und Folk Metal treffen auf traditionelle indische Instrumente wie Dhol, Tumbi und Flöten – irgendwo zwischen Slipknot, Linkin Park und Punjabi-Folk.
Los ging alles mit ungewöhnlichen YouTube-Covern von Pop- und Bollywood-Songs im Metal-Stil, bevor Bloodywood mit „Ari Ari“ international durch die Decke gegangen sind. Einen ihrer wichtigsten Momente hatte die Band 2019 beim Wacken Open Air: Damals noch für viele komplett unbekannt, spielte sie sich mit ihrer Energie und ihrem einzigartigen Sound plötzlich in den Fokus der internationalen Metal-Szene. Seitdem geht es für die Band eigentlich nur noch bergauf.
Denn Bloodywood liefern nicht einfach nur harte Riffs und Moshpit-Material. Songs wie „Dana Dan“ oder „Gaddaar“ greifen auch gesellschaftliche Themen wie Gewalt gegen Frauen, religiöse Spaltung oder mentale Gesundheit auf – Themen, die in dieser Form im Metal-Kontext aus Indien eher ungewöhnlich sind. Das Ganze wirkt dabei aber nie belehrend oder schwer, sondern entfaltet mit Rap-Parts, fetten Hooks und ihrer enormen Energie eine unglaubliche Wucht.
Wie gut das live funktioniert, hat spätestens der restlos ausverkaufte Headliner-Gig im Docks gezeigt. Schon lange vor Konzertbeginn war rund um die Venue klar, dass hier nicht einfach irgendein Metal-Abend stattfinden würde. Im Saal selbst war die Stimmung dann komplett absurd: Circle Pits, Mitsingmomente und eine Energie im Raum, die selbst für Hamburger Verhältnisse außergewöhnlich war. Kaum eine Pause zwischen den Songs, das Publikum permanent in Bewegung und eine Band, die die komplette Halle von der ersten Minute an im Griff hatte. Spätestens nach diesem Abend dürfte klar gewesen sein, dass Bloodywood inzwischen weit mehr sind als nur ein Geheimtipp.
Umso besonderer wird jetzt der nächste Hamburg-Termin: Eigentlich ist die Band aktuell überwiegend auf großer Festival-Tour unterwegs – umso schöner, dass Hamburg dazwischen noch einmal einen Club-Abend abbekommt. Wir präsentieren euch Bloodywood am 23.06. im Knust – und eine Ticketverlosung wird natürlich ebenfalls noch folgen. Wer nicht warten will… Tickets kriegt ihr hier und Eventim meldet eine hohe Nachfrage.
Das Knust gehört seit Jahren zu den beliebtesten Club-Locations Hamburgs: eng, laut, direkt und genau die Art von Venue, in der Konzerte schnell eine ganz besondere Intensität entwickeln. Gerade deshalb dürfte dieser Abend eine ziemlich einmalige Gelegenheit werden, Bloodywood noch einmal in echter Club-Atmosphäre zu erleben, bevor die Bühnen vermutlich weiter und weiter wachsen. (ds)
