Erst Ende Oktober spielten die tollen Shirley Holmes im Schanzenzelt. Wir freuten uns hier. Schon am 23. November spielen die Berliner wieder in Hamburg. Dann supporten sie die Terrorgruppe im Gruenspan, als dritte Band sind auch noch Die Toten Crackhuren im Kofferraum dabei.
Wie sehr freut ihr euch über die Tour mit der Terrorgruppe und was erwartet und erhofft ihr davon?Wir freuen uns mega, dass die Truppe Terrorgruppe uns auf ihre komplette Abschiedstour eingeladen hat, was für ein Spaß! Und wir freuen uns, dass wir nicht nur eins sondern gleich 17 Abschiedskonzerte der TG erleben können, yeah! Wir sind gespannt auf die ganzen Locations und die Stimmung. Jeden Abend Sport mit Gitarren. .. da erhoffen wir uns gestählte Körper nach der Tour und rechnen mit ganz neuen Geruchserfahrungen und einer Menge Stories, die wir später im Rock n Roll Altersheim unter die Leute bringen können.
Kanntet ihr die Band schon persönlich und ist das Musik, die ihr euch auch privat mal anhört?
Wir haben uns im Internet kennengelernt, so wie das heutzutage so ist, bei Tinder, ääh, Insta. Zum ersten Mal persönlich getroffen haben wir uns tatsächlich erst am Abend vorm Tourstart, wir lieben das Risiko. Und ja, wir hören solche Musik auch privat. Chris‘ musikalisches Erweckungserlebnis war gar ein Konzert der Ärzte mit Terrorgruppe im Vorprogramm im Jahr 1996 – die Liebe hält bis heute.
Und kanntet ihr die toten Crackhuren persönlich und wie findet ihr die so?
Yesss, wir haben vor einer ganzen Weile zufällig zusammen im B58 in Braunschweig gespielt, auch hier war es Love auf den ersten Blick. Die sind auch toll. Haben auch gerade ein neues Album rausgebracht: “Gefühle”. Packt das gleich mal in die Playlist. Zusammen mit Terrorgruppes “Jenseits von Gut und Böse” und unserem “Die Krone der Erschöpfung”.
Aber auch Shirley Holmes haben ein neues Album. Zumindest irgendwie. Ein Remix-Album von ”Die Krone der Erschöpfung†mit Versionen von unter anderem Egotronic, Rod González von Die Ärzte, Annette Benjamin (Hans-A-Plast), Schrottgrenze, Love A und Finna.
Wer hatte die Idee mit dem Remix-Album – und wieso habt ihr das eigentlich gemacht?
Wir hatten ursprünglich nur an zwei Remixe von unserem Song “Konzoom” gedacht, für den wir dank Förderung durch Neustart Kultur/Initiative Musik im Frühjahr ein schönes Video machen konnten und dann dazu ein kleines Musikpackage rausbringen wollten. Daraus hat sich dann plötzlich mehr entwickelt, es war sozusagen ein iterativer Prozess.
Wie muss man sich das vorstellen: Ihr überlegt euch Bands und Künstler und arbeitet dann die Liste ab und fragt, ob sie Bock haben?
Yes indeed. Wir haben gebrainstormed, z.T. mit unserer Bookerin und unserem Label, und dann haben wir die Tastaturen geschwungen. Und dabei kamen dann so viele Rückmeldungen heraus, dass wir irgendwann dachten, come on, jetzt aber richtig, wir machen ein komplettes Remix-Album. Ist doch auch schon wirklich jeil. Da setzen sich diese ganzen tollen Menschen an deine Songs und bauen daraus etwas neues, was aber ja auch irgendwie etwas gemeinsames ist. #hippiestyle. We like.
Ohne Namen zu nennen: Gab / gibt es auch Remixe, die ihr dann doch nicht so super fandet?
Nein, gab es nicht. Hier oder da hat es mal eine zweite Hörrunde gebraucht, um in einen Song reinzukommen, weil wir mit unseren Köpfen natürlich voll in unseren eigenen Versionen drinhingen – aber das einmal ausgeschaltet, fanden wir es einfach nur super und superspannend. Jeder Remix hat seinen eigenen wirklich besonderen Ansatz, der uns jedes Mal wieder geflasht hat. Und heraus kommt ein genial breit gefächtertes Remix-Album, Prädikat wertvoll und dann auch noch mit so einer tollen Schar an Künstler*innen. We are dankbar. Das schmucke Stück gibt es übrigens jetzt auch auf Vinyl.
Vielleicht haben ja auch ein paar Exemplare davon auf ihrem Merchandise-Tisch liegen … Am 23. November spielen Shirley Holmes mit der Terrorgruppe und Die Toten Crackhuren im Kofferraum im Gruenspan. Wir präsentieren. (mf)
