Morgen ist es soweit. Am 29. Mai spielen Propagandhi, Pennywise, The Iron Roses mit Nat Gray von Boysetsfire, Comeback Kid und den Dead Pioneers im Rahmen der Reconstruction Tour im ausverkauften Docks. Wir freuten und hier und hier. Veranstaltet wird das Ganze von Destiny aus Berlin, wir stellen Gründer Dave drei Fragen.
Gab es erst die Bands und eine gemeinsame Tour bot sich an oder hattet ihr erst Bock aufs Comeback und habt dann nach Bands geguckt? Und: Was qualifiziert eine Band zur Reconstruction Band?
Die Idee, die wir auch bei anderen, ähnlichen Festivals hatten, war, einen Headliner zu haben und ihn mit Bands zu umgeben, die alle etwas unterschiedlich sind, aber gleichzeitig das Ganze unserer Meinung nach insgesamt besser machen. Wir betrachten das Gesamtpaket und hoffen, dass es eine Diversität gibt, die zusammenwirkt. Eine Gruppe an Bands, die wir für gut geeignet halten und die uns Spaß machen.
Früher gab es gefühlt deutlich mehr Festival Touren, so was wie diverse Label Nights, riesige Geschichten wie die Warped auch in Deutschland, natürlich die Dconstruction oder auch eine Menge Death Metal Sachen wie die Full Of Hate Festivals – wieso hat das wohl nachgelassen?
Wir waren daran beteiligt, die Warped Tour nach Europa zu bringen, und „Deconstruction“ war unsere Tour. Der Grund, warum wir „Deconstruction“ eingestellt haben, war, dass wir den Bands am Wochenende genauso viel zahlten wie unter der Woche, und die Einnahmen unter der Woche nicht einmal für den Aufbau eines Open Airs reichten. Wir haben also unter der Woche viel Geld verloren, daher haben wir aufgehört. Doch nachdem wir die Formel geändert hatten – Open Airs an Wochenenden, Hallen unter der Woche (zum Beispiel beim “Punk In Drublic” NOFX Finale) –, schien das gut zu funktionieren. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum nicht viele Veranstalter das Risiko eingehen wollen, große Tourpakete zu schnüren. Weil die Einnahmen einfach nicht für die ganze Arbeit ausreichen. Aber trotzdem hat manches von dem, was wir tun, viel mehr zu tunmit der Liebe zu dem, was wir machen und der Herausforderung, es zu verwirklichen.
Ist der Erfolg dieser Reconstruction Tour der Schlüssel zur nächsten oder wird an der Fortsetzung schon geschraubt?
Wie immer können wir weiter aus dem lernen, was wir tun und versuchen, uns so weit wie möglich zu verbessern!
Interview: Mathias Frank
