Lamb. Die Neunziger und Anfang-Nuller unter Ihnen, Leserschaft, wissen schon. Manchester als Gegenentwurf zur heiligen TripHop-Stätte Bristol. Lamb also, die 2004 dann nicht mehr ihre Ideen konform bringen konnten und dies einander auch auf Solo-Alben beweisen wollten. Protagonisten in dieser Geschichte waren oder sind Lou(ise) Rhodes und Andy Barlow, die damit auch unübersehbar belegten, dass die einzelnen Teile dann doch der Gesamtaddition nicht das Pluszeichen reichen konnten.
Nun zieren sich die beiden Streitlämmer eigentlich nur noch in der, letztlich minimalistisch kreativen, Wahl ihres Albumtitels “5” und geben, mit ganz wenigen Ausnahmen (“Build a Fire”) die zerbrechliche, elektronische Shoegazer-Attitüde unter einem gemeinsamen dünnen Pulli zum Besten. Doof nur, dass dieses Schattengewächs inklusive (Damien Rice-Duett-Zugabe) im Sommer irgendwie untergegangen ist. Die Zeit, das unbedingt nachzuholen, ist jetzt. concert-news präsentiert: Lamb | 23. November | Uebel & Gefährlich. (kel)
