Beim Spring Leads You Home Tonight-Konzert am 16. Dezember im Knust wurde einer Besucherin “aus nichtigem Grund” ins Gesicht geschlagen. Hier das fassungslose Statement der Band im Originalton:
“Uns kam, leider zu spät, um vor Ort drauf reagieren zu können, zu Ohren, dass einer Konzertbesucherin während des Konzerts im Publikum ins Gesicht geschlagen wurde. Gezielt, aggressiv und aus nichtigem Grund.Wir sind darüber fassungslos und wütend.
Generell, für die Zukunft und an alle:Wenn ihr solches oder ähnliches mitbekommt, während wir auf der Bühne stehen und es nicht mitbekommen, wendet euch an uns, teilt uns das mit! Wir wollen sowas nicht auf unseren Konzerten passieren lassen und möchten drauf reagieren können, gegebenfalls Konzert unterbrechen und, falls Publikum und/oder Veranstalter_innen das nicht hinkriegen, den Aggressor vor die Tür setzen.
An den Scheißtypen, der sich da nicht unter Kontrolle hatte:Was hast du auf unseren Konzerten verloren? Lösch alle Dateien, die du von uns hast, verbrenn eventuelle CDs und LASS DICH NIE WIEDER AUF EINEM KONZERT VON UNS BLICKEN!Bevor wir auf “Musikliebhaber” wie dich angewiesen sind, bleiben wir lieber ungehört!”

8 Kommentare
“An den Scheißtypen, der sich da nicht unter Kontrolle hatte:Was hast du auf unseren Konzerten verloren?”
Wirklich? Das ist die ERSTE Frage?! “Was hast Du auf unseren Konzerten verloren?”
Wie egozentrisch kann man eigentlich sein? Da wird jemand geschlagen und dann nutzt man das als PR Masche. Und Concert News macht da auch noch mit??
Schlimm!
Sehe ich persönlich nicht als PR Masche, sondern als notwendiges Statement. Was wäre denn die Alternative? Schweigen? (kel)
Eben! Die Jungs ermuntern schlicht und einfach zum HINSEHEN.
Da kann wohl jemand nicht lesen, denn “Was hast Du auf unseren Konzerten verloren?†steht im Text unter dem hier:
“Generell, für die Zukunft und an alle:Wenn ihr solches oder ähnliches mitbekommt, während wir auf der Bühne stehen und es nicht mitbekommen, wendet euch an uns, teilt uns das mit! Wir wollen sowas nicht auf unseren Konzerten passieren lassen und möchten drauf reagieren können, gegebenfalls Konzert unterbrechen und, falls Publikum und/oder Veranstalter_innen das nicht hinkriegen, den Aggressor vor die Tür setzen.”
Vielleicht erstmal Kopf und Augen einschalten.
Danke für die Aufmerksamkeit!
Wichtig in dem Zusammenhang dieser Nachtrag um Missverständnissen vorzubeugen: Der Veranstalter (das Knust) informierte uns, man sei am betreffenden Abend nicht über das Geschehen informiert worden und habe erst heute davon erfahren. Somit konnte also nicht entsprechend adäquat gehandelt werden. Natürlich verurteilt das Knust solche Geschehnisse ebenso wie die Band. (kel)
ich finde es gut und richtig position gegen gewalt zu beziehen. dennoch stellten sich mir ein paar fragen als ich das statement gelesen habe.
von wem hat die band ihre informationen? wieso kann sie den grund beurteilen? warum geht die band von einem aggressor aus? kann es nicht auch eine aggressorin gewesen sein?
und felix hat (leider) recht! in dem statement war es die erste frage.
ob das nun eine pr-masche oder ein ambitioniertes statement der band ist kann ich nicht beurteilen. kann man anscheinend in beide richtungen lesen.
Ich kenne die Band selbst persönlich und traue ihr definitiv mal keine schmutzige PR-Aktion zu. Sicherlich kann man die impulsiven Formulierungen unterschiedlich interpretieren, wenn man das unbedingt möchte. Ein wichtiges Statement allerdings mit Egozentrik zu verwechseln, erschließt sich mir wiederum auch nicht. (kel)
@ chris: Ich finde es grundsätzlich falsch, die Absichten in Frage zu stellen, nur weil das Statement keine abgeschlossene Beweisführung enthält. Es ist ein Kommentar zum Geschehenen und kein journalistischer Artikel. Zudem spielt es ja wohl hier absolut keine Rolle, ob jetzt ein Mann oder eine Frau zugeschlagen hat. Und zur Schwere des Beweggrundes: Gäbe es für Dich einen Grund, der rechtfertigt, eine Frau zu schlagen?
@ felix: stimmt, es ist der erste Fragesatz. Und zwar am Ende eines Statements voller äußerst kritischer und korrekter Aussagesätze. Und was hat das mit dem Inhalt des gesamten Statements zu tun? Wenn wir schon dabei sind: Der auf den Fragesatz folgende Imperativ ist ja irgendwie auch erwähnenswert, oder?
Zwar ist es wichtig, alles Mögliche, was augenscheinlich sonnenklar ist, zuerstmal in Frage zu stellen, da man ja tatsächlich keinem Bild und keiner scheinbar bewiesenen Tatsache mehr blind trauen kann. Aber diesem Kontext derart argwöhnisch zu sein, scheint mir unangebracht. (ds)