Thementag bei concert-news: Wir. Müssen. Alle. Wieder. Mehr. Ganze. (Vinyl). Platten. Hören. Was böte sich also nach Brandt Brauer Frick heute morgen besser an, als die schon, zugegeben, bereits im Januar erschienenen, lichtdurchfluteten Glockenspiele “Elements of Light” von Pantha du Prince & the Bell Laboratory?
Darüber wurde ja schon ausreichend im Lande fabuliert, irgendwo sogar ein wenig hilfreicher Quervergleich zu Mike Oldfields unzerstörbaren “Tubular Bells” gerissen und wer immer noch selig beim Glockenschlag am geöffneten City-Fenster den alten Zeiten nachhängt, wird vielleicht auch nicht notwendigerweise zur Zielgruppe gehören.
Am Ende hatte “Elements of Light” sich vom kollektiven TiefenRauschChillout unter dem frisch gewarteten Kirchturmchronometer bis hin zur inspektorischen Einzelmeditation in einer Nische behauptet, die es bis ganz nach Oben auf diverse Springer-Redaktions-Altäre schaffte. Echte, gemeinsame Hamburger Wertarbeit also? Machen wir es mal nicht zu kompliziert: “Elements of Light” hat in Wahrheit mit dem gemeinen Gotteshaus so viel zu tun, wie ein Laserstrahl mit der guten, neuen Vinyl-LP. Viel mehr schon mit Physik und Physis an den Ufern eines ruhigen, stehenden Gewässers, ein paar Steinchen und Kreisen. Probieren Sie das mal aus. Es wirkt. (kel)
