Wenn von “keinem unbeschriebenen Blatt” die Rede ist, schwingt ja immer latent ein Restposten doppelter Deutung zwischen den Zeilen. Diane Weigmann macht auf “Kein unbeschriebenes Blatt” auch erst gar keinen Hehl daraus, dass der Platz am Küchentisch nicht nur zum Lieder schreiben taugt, sondern im Zweifelsfall auch mal Halbfremden aus dem Halbdunkel zusteht.
Das kommt dann in einer jetzt eher nicht so gefährlich anmutenden GitarrenMädchenPopLyrik um die Ecke und stürzt zum Auftakt doch gleich mal einige Kilometer tief ab. Aber jedem Ende … ihr wisst schon. Die Stille hinter dem Türschloss, der Staub vom Aufprall in der Realität, das verwurschtelte Haar, der Aufbruch, letzte Lieder, Fluchten nach Berlin, Tiefe & Schönheit. Diese Bestandsaufnahme zwischen Panikknopf und Neustart dann live am 13. April auf Kampnagel in der Lausch Lounge. (kel)
