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    Concert News – Musik und Konzerte aus Hamburg
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    Chor des Monats: März

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    By rooka on 1. April 2015 Chor des Monats

    Die Spannung steigt, es ist so weit. Wir lassen den März Revue passieren. In unserem monatlichen Konzertrückblick. Et voilí :

    Satellite Stories | Foto: Doreen Reichmann

    *** Archive (1.3., Grosse Freiheit 36) Im falschen Film. So fühlte ich mich an diesem Abend, umgeben von hunderten von begeisterten Zuschauern, während ich von Song zu Song immer fassungsloser wurde, was uns da, nach einem verstörend langweiligen Vorfilm (statt Supportband), allen ernstes geboten wurde. Ödestes, immer weiter ausartendes Gitarrengewichse, ein Klatschkasper auf der Bühne, eine Sängerin, die mich an allerschlimmste Romantic-Hardrock Bands a la Nightwish und co denken ließ und eine andauernde Gänsehaut. In der Speiseröhre. Tut mir leid Archive, ich hab euch früher wirklich sehr gern gemocht, aber was ihr da jetzt fabriziert, ist einfach nur noch aufgeblasene, blutleere Grütze. (nsc)

    *** Red City Radio (3.3., Hafenklang) Volle Power auf der Bühne war ja schon vorprogrammiert und man konnte diese Erwartung schon in den Gesichtern der Besuchern ablesen. Diese Power brachten Red City Radio dann auch wirklich auf die Bühne. Das einzige Problem: Wer soviel Kraft in seinen Auftritt legt, der hält nicht lange durch. Nach einer guten Stunde war Schluss, aber auch das war okay so. (fh) *** Satellite Stories (4.3., Molotow) Die 4 Finnen beehrten Hamburg kurz vor der Veröffentlichung des neuen Albums, welches übrigens wirklich stark ist. Auch live konnten die neuen Lieder ebenfalls überzeugen und auch das Publikum war mehr als begeistert von diesem Auftritt. (fh)

    *** Dirk Darmstaedter (5.3., Hasenschaukel) Dirk Darmstaedter hat in den gut 25 Jahren seiner Karriere tatsächlich noch nie in der Hasenschaukel gespielt? Kaum zu glauben, aber es scheint so zu sein. Er bietet einen entspannten Singer/Songwriter-Abend, bei dem er sich auf Songs aus seinem gesamten Schaffen stützt und zum Schluß mit Kollege Bernd Begemann noch ein wunderbar schmissiges Freddy Quinn-Cover zelebriert, bevor er uns mit Loudon Wainwright III’s “Motel Blues” in die Nacht entlässt. (nsc) *** Tiger Lou (6.3., Molotow) Endlich wieder Tiger Lou: Ein Konzert voller Hits, ein Molotow bei dem man auf die Schweißtropfen von der Decke wartet, eine unglaublich sympathische Band voller Spielfreude. So müssen Konzerte sein. (eh) ***  Alcoholic Faith Mission (9.3., Molotow Sky Bar) Die Lieblingsdänen sind in der Stadt und erfüllen alle Erwartungen, während das Hamburger Publikum gern zahlreicher hätte erscheinen können. Das neue Album “Orbitor” hat allerlei Hits zu bieten und so bilden diese Songs auch den Hauptteil des Sets dieser ganz wunderbaren Band, die ihre wahre Größe erst live zu vermitteln mag. (nsc)

    Kraftklub | Foto: mf*** Kraftklub (11.3., Sporthalle) Nur verdammte Hits, kein typischer Sporthallen-Sound und zwischendrin ein Besuch am Mischpult mit anschließendem Crowdsurfing-Contest der Band: Kraftklub luden in die ausverkaufte Sporthalle und machten die Leute zwei Stunden lang fertig. Außergewöhnlich gutes Konzert! (mf) *** Adam Angst (11.3., Molotow) Das Molotow war ausverkauft und um mich herum warteten mehrere hundert Leute, die alle mindestens genauso gespannt waren wie ich, das Adam Angst Album endlich live auf einer Bühne zu sehen. Die Warterei hat sich in diesem Falle mehr als gelohnt: Volle Power auf der Bühne, das gesamte Album wurde zum Besten gegeben und Adam Angst sind halt einfach coole Säue. Fakt! (fh) *** Mumford & Sons (14.3., Magnet Club, Berlin) Die großen Briten stellen ihr neues Album im ganz kleinen Rahmen vor. Ich gehörte zu den glücklichen Besitzern eines Tickets und konnte mich glücklich schätzen dabei zu sein. Die Handys mussten am Eingang abgegeben werden, was eine ungewohnte, aber sehr schöne Atmosphäre ergeben hat. Das neue Album knüpft übrigens musikalisch gar nicht an die alten Sachen an, ist aber dennoch absolut super. Freut euch drauf! (fh)

    *** Kontra K  (16.3., Docks) Rapper, die mit einer Liveband auftreten sind mir eigentlich immer grundsympatisch. Mit gemischten Gefühlen und ohne große Erwartungen ging ich auf diese Show, aber man muss Kontra K lassen: Live ist er wirklich ein toller Musiker und vor allem weiß er ganz genau, wie er das Publikum auf seine Seite zieht. Die Stimmung war dementsprechend grandios. (fh) *** Moonspell (17.3., Knust) Mein letztes Moonspell Konzert war Ende des vergangenen Jahrtausends in der Rockfabrik Ludwigsburg. Es war damals so übertrieben laut, alles nur ein schmerzender Gitarrenbrei, dass ich nicht bis zum Ende geblieben bin. Und für über zehn Jahre hatte ich Moonspell komplett aus den Augen verloren. Und dann das Wiedersehen im Knust. Das Gegenteil von damals. Sänger Fernando Ribeira hat ein paar Jahre mehr auf dem Kalender, aber seine dunkle, durchdringende Stimme perfekt im Griff. Er macht Ansagen wie: “The next Song, I wrote for my son. But it could be anyone’s song: ‘The future is dark’.” Und in der zweiten Hälfte dieses langsamen Stücks beginnt Kunstschnee auf die Musiker herunter zu rieseln. Die weißen Flöckchen leuchten im Scheinwerferlicht und die melancholische Stimmung ist perfekt. Genauso wie das gemischte Set aus alten Klassikern und neuen Dingern. Das Ohrenfiepen ist dieses Mal bis mittags verflogen, doch die Erinnerung an diesen bombastischen Gig wird noch lange anhalten. (ds)

    *** Olli Schulz (17.+18.3., Grosse Freiheit 36) Folgenden Dialog schnappte ich am zweiten Abend vor der Tür von einem vorbeilaufenden Pärchen auf: Er: “Olli Schulz? Was macht der denn in der Grossen Freiheit?”. Sie: “Der macht jetzt wohl auch Musik”. Seltsam, wie sich Tatsachen manchmal verschieben und interessant, wie unterschiedlich zwei Abende verlaufen können. Am ersten Abend, dem eigentlichen Zusatzkonzert, ein Publikum aus vielen Halligalli-Fans, die eher mit “Verhaftet wegen Sexy”-Erwartungen aufliefen und ein Olli Schulz, der seine Form noch nicht gefunden hatte, am zweiten Abend dann das Publikum, das er verdient hat, das sich rechtzeitig Tickets besorgt hat und Olli Schulz für seine Songs des fantastischen Albums “Feelings aus der Asche” abfeiert. Dazu ein Schulz in Bestlaune, der zum zweiten Tag das Set komplett umgestellt, und damit aus den Fehlern des Vortages gelernt, hat. Der Mann ist eben nicht nur der beste Entertainer, den dieses Land zu bieten hat, sondern auch ein außergewöhnlich guter Songwriter und Geschichtenerzähler. (nsc) ***Olli Schulz (18.3., Große Freiheit 36) Olli singt, Olli erzählt Geschichten, Olli macht Scheiß, die Band spielt dazu grandios. Ein Entertainer eben, der sich seine vielen Talente trotz großer Karriere bei Pro7 erhalten hat. Und die alten Songs hatten zum Glück auch Platz in 2,5 h Konzertlänge. (eh)

    Carnival Youth*** Carnival Youth (18.3., Turmzimmer) Am 18. März waren mit Carnival Youth vier junge Letten zurück in Hamburg, die bereits beim Reeperbahnfestival 2014 für Aufsehen sorgten. Mit ihrem ersten Album “No Clouds Allowed” im Gepäck kamen sie im Rahmen ihrer aktuellen Deutschland-Tour in das Turmzimmer im Uebel&Gefährlich. Ein voller Club, eine äußerst sympathische, kommunikative und spielfreudige Band und ein Album voller tanzbarer Indie-Pop-Ohrwürmer, waren an diesem Abend die Zutaten für ein sehr schönes Konzert. (sm) *** Swingin’ Utters (19.3., Hafenklang) Es kann nicht jedes Konzert eine Sensation sein. Manchmal muss ein Konzert einfach nur okay sein. Dieses war so eines. Die Songs waren super, aber hier und da zu schroff, der Sänger leidenschaftlich bei der Sache, aber hier und da übertrieben eigen, und die Band war souverän und stark, aber manchmal zu cool. (mf)

    *** SoKo (20.3., Molotow) File under ‚Konzert des Monats‘. Der französische Wirbelwind beginnt die Show überraschend früh, die größtenteils aus den Songs des großartigen Albums “My dreams dictate my reality” besteht und bei der sich SoKo von einer fantastischen Band begleiten lässt (und das nicht nur, weil der Schreiber dieser Zeilen ein Faible für die Bassistin Christine Owman hat). SoKo animiert das Publikum immer wieder aufs Neue und steht , ja, irgendwann selbst plötzlich halbnackt auf der Bühne, aber ohne, dass es in irgendeiner Form billig oder anbiedernd wirkt, sondern weil es im Affekt ganz einfach passiert. Große Künstlerin, große Show, große Songs und das Molotow vielleicht ein bißchen zu überfüllt. (nsc) *** Hanse Song Festival (21.3., div. Locations, Stade) Zum Hanse Song Festival kann man eigentlich jedes Jahr die gleichen Lobhudeleien verfassen: Außergewöhnlich schöne Locations, ein erlesenes Musikprogramm und ein angenehmes Publikum. Ob ein Niels Frevert in der St. Wilhadi-Kirche, die wunderbaren Kölner Die Sonne in der Seminaturhalle oder Last Days of April im Königsmarcksaal des Rathauses: Diese Namen stehen stellvertretend für eines der schönsten Festivals in Hamburg und Umgebung. Der Trip nach Stade lohnt sich in jedem Jahr aufs Neue. (nsc)

    *** Bilderbuch (22.3., Mojo) Eine ungeahnt dauerhaft aufschäumende Welle von Spaß und Energie schwappt über das Publikum, bei dieser ironisch genialen und musikalisch perfekten Wahnsinns-Show der jungen Ösi-Buben von Bilderbuch. Mit unvergleichlich vereinnahmender Leichtigkeit rocken, rappen, singen und spielen sich die Lauser einen ab und das ganze knallvolle Mojo tanzt und singt Texte über Softdrinks, Autos und Pools lauthals mit – ja, genau. In HAMBURG! TANZENDE und SINGENDE Menschen! Leinwand! (acr) *** Bilderbuch (22.3., Mojo) Endlich endlich endlich sind auch diese Österreicher durchgestartet. Und dass das kein Zufall ist, beweisen sie vor allem Live auf der Bühne. Tolle Lieder, eine gute Lichtshow, eine tanzende Masse und eine euphorische Band. Alles in Allem ein tolles Konzert. (fh)

    Evan Dando*** Evan Dando (23.3., Molotow) Wie schafft man es über 30 Songs in 1,5 h zu verpacken? Indem man sie einfach lieblos runterspielt. Trotz dass das fast ausverkaufte Molotow viele Songs lautstark mitsang ließ sich Evan Dando davon nicht beeindrucken und zeigte keine Emotionen. 3 x “thanks” und 2 Bitten ihm einen Whiskey zu bringen war leider die einzige Kommunikation an dem Abend – ohne “hallo” und “tschüss”. Schade, das kann der Ex-Lemonheads-Sänger besser, wie er in der Vergangenheit bewiesen hat. (dr) *** The Wombats (25.3., Grosse Freiheit 36) Einfach mal mit drei Knallersingles die Show anfangen? Kann nicht jeder. Und wenn man dann als Zuschauer, der die Wombats immer ein bisschen nebenbei beobachtet hat, feststellt, wie viele Knallerhits darauf noch an diesem Abend folgten, ist man auch überhaupt nicht mehr überrascht, dass diese Band die Freiheit so voll bekommt. Wohl verdient und ein hervorragender Abend, trotz kleiner technischer Probleme am Anfang. (nsc) *** The Wombats (25.3., Große Freiheit 36) Dazu gibt es leider nicht so viel zu sagen: Der Auftritt war zwar gut, aber das Licht, besonders das viel zu stark eingesetzte Stroboskoplicht, hat nach einer Stunde meine Augen so stark penetriert, dass ich schon vor dem Ende nach Hause gegangen bin. Schade, liebe Wombats, aber bitte überdenkt für die Zukunft nochmal eure Lichtshow. (fh)

    *** Antilopen Gang (27.3., Knust) Viel erwartet, viel bekommen: Die vielleicht beste Deutschrap-Band der Welt zerstörte vor den Augen der Deutschrap-Presse sowie DJ Mad von den Beginnern und auch Bela B den Deutsch-Rap. Denn was war das für ein wildes Fest der Ex-Outlaws, was war das für ein Statement und einfach großartiger Punkrock. Und damit ist nicht nur das Slime-Cover die am Ende gemeint… (mf) *** Antilopen Gang (27.3., Knust) Die Antilopen kommen zum zweiten (und zum Glück nicht zum letzten) Mal im Rahmen der laufenden Tour nach Hamburg. Nachdem im Dezember schon das Hafenklang unsicher gemacht wurde, ging es dieses Mal ins Knust. Natürlich war die Show erneut ausverkauft und auch dieses Mal tat die Gang ihr bestes, um den Laden zu zerlegen. Das ist zwar nicht gänzlich gelungen, aber richtig gut war es trotzdem. (fh) *** The Fireworks + Alaska (27.3., Frau Hedi) Konzertsaisoneröffnung auf der Hedi, zunächst mit den Hamburgern von Alaska, die auch nach 10 Jahren ihrer Existenz noch immer Tanzbeine zu schwingen wissen und danach von The Fireworks, die sich in ihrer Dynamik dem stärker werdenden Seegang anpassen und aufgrund dessen auch mal einen Song abbrechen müssen. Aber das kann uns Hamburger natürlich nicht erschüttern und so darf die Band erst nach ausgiebiger Zugabe ihr Equipment abbauen. (nsc)

    Setlist TheTwilightSad | Foto: tk*** The Twilight Sad (28.3., Kleiner Donner) Musikalisch einwandfreier, süßdüsterer Shoegaze. Da der Frontmann James Graham seine Emotionen zeigt und ohne Geschmücke rauslässt, bleibt die Band wohl emotionsloser. Steht den Schotten gut. Eine gute Stunde war trotzdem zuwenig und der Kleine Donner überfüllt. Wiederkommen muss sein. (tk) *** Hamburg Sounds (30.3., Fabrik) Die Hamburg Sounds-Abende sind immer ein kleiner Grenzgang und so ist es auch heute: Die ersten Reihen voll mit Fans des auch singenden Schauspielers Tom Beck, der als Headliner anwesend ist, während der Hamburger Ben Schadow samt Band den Abend eröffnet und schnell viele der Besucher für sich gewinnen kann, die besagten ersten Reihen aber eher verwirrt zurücklässt. Folgend die Retro-Souler Rhonda, die nach erstaunlich kurzer Babypause heute ihre Tour starten und gefühlt sowieso von Mal zu Mal immer noch besser werden. Abschließend besagter Tom Beck, den wir uns allerdings nur noch aus der sicheren Entfernung an der Bar kurz ansehen, mit den Schultern zucken und in den Abend hinausgehen. (nsc)

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    2 x 2 = Rhonda

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