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3 Fragen an: Kalamahara

Am 16. Mai spielen die wundebaren  Kalamahara im Molotow. Im Gepäck haben sie dann ihre neue EP „The Unmeant Wedding“, die einen Tag zuvor auf Fuzzmatazz Records und Sportklub Rotter Damm erscheint. „Animuse“ steht bereits im Web. Wir haben Drummer Alex Beyer drei Fragen gestellt.

„Nur“ eine EP. Warum das und warum kein Album? Zu ungeduldig?

Vielleicht spielt eine gewisse Ungeduld auch eine Rolle, jedoch ist es am Ende eben auch eine Kostenfrage. Mit mehreren EPs hat es den Vorteil, dass man länger im Gespräch bleibt und auch die Produktionskosten geringer sind. Für eine DIY-Band wie uns sind das eigentlich nur Vorteile. Es ist ja nicht gesagt, dass die EP Songs nicht eines Tages auch noch auf ein richtiges Album wandern. Unser Plan ist, über die nächsten zwei Jahre noch mindestens zwei oder drei EPs rauszuhauen und dann gucken wir mal, wo wir stehen. Ist auch irgendwie spanender, als immer die altbackene Album-Nummer und man kann Fans und Zuhörer viel transparenter an der eigenen Entwicklung teilhaben lassen. Voll gut!

kalamahara_press2013_3_credit_juliane_rheinWorin unterscheidet sich „The Unmeant Wedding“ vom Vorgänger „Chthonic Beast“?
Auf jeden Fall ist das eine enorme Veränderung vom Sound und auch vom Songwriting. Wir sind progressiver geworden, sicher auch ein bisschen härter und vor allem haben wir mit HansHans am Bass ja auch eine Neubesetzung im Vergleich zur ersten Platte. Der größte Unterschied ist jedoch der, dass wir „The Unmeant Wedding“ in nur effektiv 2 Tagen komplett live eingespielt haben und das auch noch im eigenen Proberaum und nicht im top ausgestatteten Studio wie beim letzten Mal. Gefiel uns viel besser und wir denken auch darüber nach, das bei den kommenden Aufnahmen wieder genauso zu machen. Mega froh sind wir auch, dass Charlie von Coogans Bluff als Mixer mit am Start war. Der hat echt einen top Job gemacht! Alle anderen, die mitgewirkt haben aber auch. Danke Herder (Bandvaddi), danke Fidel (Live-Recorder), danke Willi (Master-Dude of Death).

Du sagst „komplett live eingespielt“ – was ist der Vorteil, woran hört man das und wie war es sonst so im Studio?
Alles ist viel ungeschminkter, puristischer und man hört, so doof das klingt, den Raum viel besser. Auch wenn ich das Wort hasse, aber irgendwie macht das die ganze Nummer authentischer. So wie man probt, nimmt man dann eben auch auf. Home sweet home, könnte man sagen. Wenn HansHans zum Beispiel den übelsten Braten fährt, dann wackelt auch das ganze Schlagzeug. Achte mal drauf, das hört man. Und genau sowas macht die neue Platte auch so schön lebendig. Bei der Aufnahme war das zwar echt harte Arbeit, du musst eben auf jeden einzelnen Ton und Schlag ganz besonders achten, eben auch ganz besonders geil spielen und wenn du richtig Pech hast, dann verrackt irgendwer den letzten Schlag oder das letzte Riff und du darfst den 7-Minüter gleich nochmal komplett von vorn einspielen. Da kommt Freude auf, du maulst dich gegenseitig übelst an und am Ende lachst du drüber und freust dich über den noch viel geileren Take. Ja, ich gebe zu, das klingt hier schon alles sehr nerdig. Aber das ist wohl jede Band beim Aufnehmen. Jetzt erstmal auf Tour fahren und die Songs live auspacken. Wir freuen uns!

Interview: Mathias Frank


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