Das siebente, selbstbetitelte Album (Vö: 2. September) des Norwegers Sondre Lerche seit 2002 bringt herbstlichen Duft ins Haus. Kann ja jeder behaupten? Geschieht aber tatsächlich im jazzigen Entspannungsmodus, der wie auf Federn zu Boden schwebt, viele Folk-Anleihen nimmt und auch ein paar schwermütige Arrangements über den Weg kehrt.

Dass der skandinavische Lieder-Mann mit dem (für unsere Ohren ja irgendwie putzigen) Namen dabei auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreift, liest sich in Stücken wie dem kreiselnden “Private Caller”. Und wenn an anderer Stelle vom “frosting on a ice cream headache” die kurze Rede ist, liegt die Zeitverschwendung des bedauernswerten Protagonisten nur fingerspitzenbreit entfernt. Ganz im vollkommenen Gegenteil zum wirklich schönen und (jetzt mal Herbst hin oder her) am Ende doch ganz zeitlosen Album. 9. Oktober | Prinzenbar (kel)

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