Aber sonst ist fast alles erlaubt. Demnächst. Bislang “nur” Jazz und nun bald offen für die, die da funken, soulen, rappen und anderweitig musizieren. Comedy auch. Dafür wird weiterhin ein gewisser Thorsten Bär sorgen. Wir sprechen über den “Jazzclub im Stellwerk” der fortan ein Club ist und “nur” noch Stellwerk heissen wird. Und in dem (ausser böllern) fast alles erlaubt sein wird. Warum das so kam und kommen wird, berichtete der 1. Vorsitzende des Betreiber-Vereins, Stephan Röhler, auf der Pressekonferenz am 19. Dezember. Das liebe Geld, die wenig liebe (Kultur)-Politik, und die Herausforderung der Nische. “Kultur verdient nicht genug Geld” so die doppeldeutige These Röhlers, die den Punkt besser nicht treffen kann.
Aber: in Harburg wird nicht gejammert, sondern die ehrenwerte Arbeit der letzten sieben Jahre mit einem neuen Konzept mutig fortgesetzt. Mit Hilfe des Clubkombinats, einigen (positiv) besessenen neuen Betreibern und dem alten Jazz-Hasen und ehemaligen Verantwortlichen Heiko Langanke wird zwischen Gleis 3 und 4 im Harburger Bahnhof ein feiner Club weiterbestehen, der die kurze HVV-Reise weiterhin wert ist. Und das wie gewohnt ohne Förder-Gelder der Kulturbehörde, die vorzugsweise und beharrlich ihrem Geldvernichtungs-Hobby in der Hafencity nachgeht. Der spontan servierte Käseigel steht dann Pate für Tradition, alte Schule und guten Geschmack. Auch wenn ihn am vergangenen Montag noch keiner anrühren mochte. Good luck, Stellwerk! (dis)
PS. Ein Vormerktermin zum Beispiel der 21. Januar 2012: Mirko Machine presents “Flavor Of The South”.