Seit Freitag (22. Juni) ist das neue Metric-Album “Synthetica” (PIAS) im Handel erhältlich. Nicht ganz überraschend aber dennoch irgendwie erstaunlich ist die Entwicklung, die die Band in den letzten Jahren in puncto Popularität und Erfolg genommen hat. Den Durchbruch schafften sie wohl mit dem Vorgänger “Fantasies”, auf dem es schon weniger Gitarren und mehr Keyboard und Synthies zu hören gab. Mehr Pop, weniger Indie, weniger Punk – lautet seitdem die Devise. Und das war schließlich schon bei vielen Bands der Schlüssel zum (kommerziellen) Erfolg.
Die Kanadier, um deren immer reizende Frontmadame Emily Haines, füllen seit einigen Jahren zumindest in der Heimat die ganz großen Hallen. Bei uns ist das anders. Sicherlich ein plausibler, wenn auch in gewisserer Weise tragischer Grund, weshalb sie sich immer relativ rar in Deutschland gemacht haben und nach wie vor machen. Immerhin, ein exklusives
Konzert zum neuen Album fand hierzulande am Dienstagabend (26. Juni) in Berlin statt. Zu gerne erinnert man sich allerdings noch an die energiegeladene Show im Mai 2006, als die Band im Hamburger Molotow eincheckte und anlässlich des Albums “Live It Out” feinst abrockte.
Live sind Metric definitiv jedem ans Herz zu legen! “Synthetica” hält was es verspricht. Ok, etwas weniger “Handarbeit”, dafür halt etwas mehr Synthie-“Synthetik”. Und (trotzdem) ist es wieder ein gutes Album geworden, das der “Vierer” da aufgenommen hat. Eine Platte, die auf jeden Fall von Mal zu Mal und stetig reift. Als Anspieltipps, sofern erlaubt, seinen hiermit die erste Single-Auskopplung “Youth Without Youth” und der Titelsong des Albums, “Synthetica”, genannt. (kw)